Weltnachrichten

Actualizado: 14 mar

CHINA

Selbstverbrennung

Peking/Berlin - Vor dem Jahrestag des Volksaufstandes in Tibet von 1959 am Donnerstag hat sich ein bekannter tibetischer Sänger nach exiltibetischen Angaben vor dem Potala-Palast in Lhasa selbst angezündet. Der 25-jährige Tsewang Norbu habe gegen die chinesische Herrschaft protestiert, berichteten die exiltibetische Regierung und die International Campaign for Tibet (ICT) in Berlin. Nach offiziell unbestätigten Angaben soll der Künstler gestorben sein. Einzelheiten wurden erst langsam bekannt. Seit 2009 haben sich nach exiltibetischen Angaben damit 158 Tibeter selbst angezündet, um gegen chinesische Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu protestieren.


CHINA

Positionierung

Peking - Ungeachtet der Gräuel des Ukraine-Krieges steht China voll hinter Russland, auch wenn es sich damit selbst international ins Abseits stellt. „Egal, wie tückisch der internationale Sturm ist, China und Russland werden ihre strategische Entschlossenheit aufrechterhalten und die umfassende kooperative Partnerschaft in der neuen Ära vorantreiben“, sagte Außenminister Wang Yi am Montag auf eine Frage nach den internationalen Sanktionen gegen Russland. „Die Freundschaft zwischen beiden Völkern ist felsenfest.“ Eine Pressekonferenz während der laufenden Tagung des Volkskongresses in Peking nutzte der Minister, um Russland zu versichern, dass es weiter auf China zählen könne.


ISRAEL/JORDANIEN

Gewalt befürchtet

Jerusalem/Amman - Angesichts wachsender Spannungen in Jerusalem hat Israels Außenminister Jair Lapid am Donnerstag den jordanischen König Abdullah II. besucht. Das Treffen in der Hauptstadt Amman sei auch mit Blick auf den muslimischen Fastenmonat Ramadan im April abgehalten worden, teilte Lapids Büro mit. Nach israelischen Medienberichten wird ein neuer Gewaltausbruch zur Zeit des Ramadan befürchtet. Als Hüter der heiligen Stätten des Islam in Jerusalem kommt Jordanien dabei eine besondere Rolle zu. Es sei vereinbart worden, Spannungen gemeinsam abzubauen, sagte Lapid nach dem Treffen.

IRAN

Atomverhandlungen

Wien - Der Ukraine-Krieg scheint nun auch die Endphase der Atomverhandlungen mit dem Iran zu beeinflussen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow forderte am Samstag zusätzlich Garantien von den USA, dass Russland nicht benachteiligt werde, wenn Washington seine international gültigen Iran-Sanktionen aufhebt. Die aktuellen westlichen Sanktionen wegen des Ukraine-Krieges dürften nicht Moskaus Recht auf freien Handel sowie die wirtschaftliche, militärische und technische Zusammenarbeit mit dem Iran beeinträchtigen, sagte Lawrow laut Staatsagentur Tass. Er unterstrich, dass die meiste Arbeit zur Wiederherstellung der Vereinbarung von 2015 erledigt sei.


NORDKOREA

Raketentest

Seoul/Tokio - Nordkorea hat durch einen Raketentest in der Region erneut für Unruhe gesorgt. Nach Angaben seiner Nachbarn Südkorea und Japan feuerte das isolierte Land am Samstag eine ballistische Rakete in Richtung offenes Meer ab. Beide Länder warfen Nordkorea vor, durch solche Waffentests ihre Sicherheit zu bedrohen. Dies sei eine „ernste Zeit“, in der die internationalen Spannungen wegen des Kriegs in der Ukraine eskalierten und in Südkorea die Präsidentenwahl bevorstehe, erklärte der Nationale Sicherheitsrat in Südkorea. Es war bereits der neunte nordkoreanische Raketentest seit Beginn des Jahres. Nordkorea selbst sprach am Sonntag von einem weiteren wichtigen Test in der Entwicklung eines Erdbeobachtungssatelliten.


TÜRKEI

Frauendemo

Istanbul - Trotz eines großen Polizeiaufgebots haben sich in der türkischen Millionenmetropole Istanbul anlässlich des Weltfrauentags zahlreiche Demonstrantinnen versammelt. Sie zogen am Dienstagabend durch den zentralen Stadtteil Cihangir und skandierten unter anderem: „Wir schweigen nicht, wir fürchten uns nicht, wir gehorchen nicht“. Die Polizei setzte vereinzelt Tränengas ein, drängte Frauen in Seitenstraßen zusammen und versuchte sie daran zu hindern, zum Protestmarsch zu stoßen, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Auch in anderen türkischen Städten versammelten sich Demonstrantinnen zum Weltfrauentag. Die türkischen Behörden hatten die Demonstration im Zentrum Istanbuls am Montag untersagt.


SYRIEN

IS-Führer tot

Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod ihres bisherigen Anführers Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi bestätigt. Dieser sei zusammen mit dem offiziellen IS-Sprecher Abu Hamsa getötet worden, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Audiobotschaft der Dschihadisten. Zum neuen Anführer wurde Abu al-Hassan al-Haschimi al-Kuraschi ernannt. Damit sei dem Willen seines Vorgängers entsprochen worden. Abu Ibrahim al-Kuraschi war Anfang Februar bei einem US-Militäreinsatz im Nordwesten Syriens getötet worden. US-Präsident Joe Biden erklärte damals, dieser habe sich selbst in die Luft gesprengt. (dpa/wvg)


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