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Weltnachrichten

SPANIEN

Juan Carlos im Exil

Madrid - Nach der ebenso umstrittenen wie mysteriösen Ausreise des unter Korruptionsverdacht stehenden Altkönigs Juan Carlos reißt die Kritik an Regierung und Royals in Spanien nicht ab. Juan Carlos sei nicht vor der Justiz geflüchtet, versicherte die stellvertretende Ministerpräsidentin Carmen Calvo am Mittwoch im nordspanischen Oviedo. In einem am Montagabend vom Königshaus veröffentlichten Brief an seinen Sohn und Nachfolger Felipe VI. hatte Juan Carlos mitgeteilt, dass er wegen der Finanzaffäre ins Ausland ziehe. Damit wolle er die Arbeit Felipes „erleichtern“. Das Exil des Altkönigs sei von der Regierung und dem Königshaus gemeinsam beschlossen worden, versicherten gewöhnlich gut informierte Medien. Der Aufenthaltsort des 82-Jährigen war am Donnerstag weiter unklar.

UNO

Kinderschutz-Abkommen

Genf - Beim Schutz von Kindern vor Sklavenarbeit und anderer Ausbeutung hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) einen Meilenstein erreicht: Erstmals in der 101-jährigen Geschichte der UN-Sonderorganisation haben alle 187 Mitgliedsländer ein Übereinkommen ratifiziert. Der kleine Pazifikstaat Tonga war der letzte, der die Annahme der ILO-Konvention gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit amtlich bestätigte. Die entsprechenden Unterlagen wurden am Dienstag in Genf überreicht. Die Konvention mit der Nummer 182 wurde bereits 1999 verabschiedet und trat ein Jahr später in Kraft. Verboten sind in Bezug auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren unter anderem Sklaverei, Zwangsarbeit, Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, der Einsatz in bewaffneten Konflikten oder bei gefährlicher Arbeit, die das Wohlergehen gefährden.

POLEN

Gedenken

Warschau - Polen hat an den Warschauer Aufstand gegen die deutsche Besatzungsmacht vor 76 Jahren erinnert. Am Samstag läuteten landesweit Kirchenglocken in Gedenken an die Opfer. Es heulten auch die Sirenen. Die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Warschau setzte die Flaggen auf Halbmast als Symbol für die „tiefe Trauer und Schande über die grausamen Verbrechen der deutschen Besatzer im Kampf gegen die Warschauer“. Am 1. August 1944 hatte sich die Armia Krajowa - die Polnische Heimatarmee - gegen die Besatzungsmacht der Nazis erhoben. Nach 63 Tagen war der Warschauer Aufstand blutig niedergeschlagen. Etwa 200.000 polnische Soldaten und Zivilisten wurden während der Kämpfe getötet, etwa eine halbe Million anschließend deportiert. Als Rache wurde die polnische Hauptstadt von den Nazis fast komplett dem Erdboden gleichgemacht.

UKRAINE

Wieder Waffenruhe

Bachmut - Im Ukraine-Konflikt hat Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch im Frontgebiet von Donezk die Bedeutung einer dauerhaften Waffenruhe unterstrichen. „Wir kämpfen dafür, dass dieser Waffenstillstand nicht gebrochen wird“, betonte der 42-Jährige am Donnerstag einer Mitteilung zufolge. Am 27. Juli war eine neue Vereinbarung über eine Einstellung der seit 2014 immer wieder aufflammenden Kämpfe in Kraft getreten. Einem Bericht der Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vom Donnerstag zufolge wurde die neue Waffenruhe seit Inkrafttreten mehr als 250 Mal gebrochen. Insgesamt sind nach UN-Schätzungen seit 2014 in dem Konflikt mehr als 13.000 Menschen getötet worden.

NAHOST

Grenzzwischenfälle

Tel Aviv (dpa) - Das israelische Militär (IDF) hat im Norden an der Grenze zu Syrien einen Sprengstoffanschlag vereitelt und nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen. Auf den nördlichen Golanhöhen beobachteten Soldaten nach Angaben der Armee in der Nacht auf Montag eine Gruppe bei dem Versuch, an einem unbesetzten IDF-Posten nahe dem Sicherheitszaun Sprengstoff zu platzieren. Ein IDF-Offizier ging davon aus, dass alle Mitglieder der Gruppe getötet worden sind. Im Süden beschossen Kampfflugzeuge nach Armeeangaben unterirdische Einrichtungen der islamistischen Hamas. Die Organisation wurde für den Angriff mit einer Rakete verantwortlich gemacht, die Sonntagabend von dem Abwehrsystem „Iron Dome“ abgefangen wurde.

ITALIEN

Corona-Dunkelziffer

Rom - In den vergangenen Monaten könnten in Italien einer Studie zufolge sechs Mal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein als registriert worden waren. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten am Montag eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen. Das Ergebnis der Studie basiert auf Tests bei 64.660 repräsentativ ausgewählten Menschen vom 15. Mai bis 15. Juli. Laut den Daten der US-Universität Johns Hopkins haben sich in Italien bislang fast 250.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 35.000 Infizierte starben. (dpa)

Reichsflaggen und Hippies

Tausende in Berlin gegen Corona-Auflagen

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