• Argentinisches Tageblatt

Weltnachrichten

UNO

Guterres bleibt Generalsekretär

New York - Der Portugiese António Guterres wird die Vereinten Nationen für fünf weitere Jahre führen. Die UN-Vollversammlung berief den 72-Jährigen am vorigen Freitag wie erwartet für eine zweite Amtszeit. Die Annahme einer entsprechenden Resolution erfolgte einstimmig. Guterres war ohne Gegenkandidat und mit der Unterstützung des mächtigen Sicherheitsrates angetreten. In einer Rede nach seiner Ernennung beschwor er den internationalen Zusammenhalt: „Es kann in beide Richtungen gehen: Zusammenbruch und ewige Krise oder Durchbruch und Aussicht auf eine grünere, sicherere und bessere Zukunft für alle. Es gibt Gründe zur Hoffnung“.


LITAUEN

Erinnerung an Holocaust

Vilnius - Litauens Regierungschefin Ingrida Simonyte hat am Mittwoch in der Kleinstadt Gargzdai an den Beginn des Massenmords an Juden in dem baltischen EU-Land erinnert. „Der Holocaust ist nicht nur eine Tragödie des jüdischen Volkes, sondern eine schreckliche Katastrophe, die die gesamte Menschheit verarmt und beraubt hat“, wurde Simonyte in einer Mitteilung der Staatskanzlei in Vilnius zitiert. „Jeder von uns trägt die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich das, was hier vor 80 Jahren geschehen ist, nie wiederholen wird. Wir erinnern uns - und müssen alles tun, um zu verhindern, dass es wieder passiert.“


LIBYEN

Abzug vereinbart

Berlin - Bei der Libyen-Konferenz in Berlin haben sich Russland, die Türkei, Ägypten und andere Staaten zum Abzug aller ausländischen Kämpfer aus dem nordafrikanischen Land verpflichtet. Der im Rahmen einer Waffenruhe vom Oktober beschlossene Abzug müsse vollständig und „ohne weitere Verzögerung“ umgesetzt werden, hieß es in der Abschlusserklärung zur Konferenz am Mittwoch. Bereits bei der ersten Libyen-Konferenz vor anderthalb Jahren hatten die Akteure des Konflikts ein Ende der militärischen Unterstützung für die Konfliktparteien beschlossen. Doch bis heute sind nach jüngsten UN-Schätzungen 20 000 ausländische Kräfte in Libyen im Einsatz.


IRAN

Konservativer siegt

Teheran - Erzkonservativer Kleriker ohne politische Erfahrung: Ebrahim Raeissi hat wie erwartet die Präsidentenwahl im Iran klar gewonnen. Er wird damit Nachfolger von Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl antreten durfte. Der Spitzenkandidat der Hardliner und Wunschpräsident des Establishments erhielt laut Innenministerium über 60 Prozent der Stimmen und ließ die Konkurrenz klar hinter sich. Demnach stimmten 17,9 Millionen von insgesamt 28,9 Millionen Wählern für Raeissi.

FRANKREICH

Rückschlag für Le Pen und Macron

Paris - Bei den französischen Regionalwahlen haben Staatschef Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen schwere Dämpfer erhalten. Le Pens Rassemblement National (RN/früher: Front National) belegte in der ersten Runde hinter der bürgerlichen Rechten abgeschlagen Platz zwei, wie Hochrechnungen ergaben. Einzig in der südlichen Region Provence-Alpes-Côte-d‘Azur landete der Kandidat der Le-Pen-Partei vorne und hielt damit die Hoffnung der extremen Rechten aufrecht, erstmals eine Region zu gewinnen. Die zweite Wahlrunde ist an diesem Sonntag geplant.


SCHWEDEN

Regierung gestürzt

Stockholm - Mitten in der Pandemie und unmittelbar vor den Mittsommerfesten ist in Schweden die Regierung gestürzt worden. Im Parlament von Stockholm sprach eine Mehrheit dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven am Montag das Misstrauen aus. Damit ist die rot-grüne Minderheitsregierung abgewählt. Eine historische Entscheidung: Noch nie zuvor in Schwedens Geschichte hatte ein Regierungschef eine solche Abstimmung verloren.


ARMENIEN

Wiederwahl

Eriwan - Trotz des verlorenen Krieges um die Konfliktregion Berg-Karabach hat in der Südkaukasusrepublik Armenien die Partei von Regierungschef Nikol Paschinjan die vorgezogene Parlamentswahl überraschend klar gewonnen. Der 46-Jährige kam mit seiner Partei Bürgervertrag auf 53,9 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung am Montag in der Hauptstadt Eriwan mitteilte. Die Opposition um Paschinjans wichtigsten Herausforderer, Ex-Präsident Robert Kotscharjan, erkannte das Ergebnis nicht an. Der Block Armenien des 66-Jährigen erhielt demnach 21,0 Prozent - weniger als erwartet.


USA

Wohnhaus stürzt ein

Miami - Nächtlicher Großeinsatz in US-Sonnenstaat Florida: Beim Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses nahe Miami Beach ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Suche nach weiteren möglichen Opfern gehe weiter, teilte die Polizei gestern mit. Vermisst wurden auch mehrere Argentinier. Nach ersten Erkenntnissen wurden neun Personen verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. (dpa/mc)


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