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Weltnachrichten

EU/GROSSBRITANNIEN

Zaghafte Fortschritte

Brüssel/London - In den Gesprächen über einen EU-Handelspakt mit Großbritannien gibt es nach Angaben aus Verhandlungskreisen zaghafte Fortschritte. Doch fehle weiter ein Durchbruch bei den wichtigsten Themen, hieß es am Donnerstag. Die Unterhändler reisten von London nach Brüssel, wo die Verhandlungen bis mindestens Sonntag fortgesetzt werden sollen. Es geht um ein Freihandelsabkommen ab 2021, also für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase. Der Vertrag soll Zölle abwenden und Handelshemmnisse mindern, wenn Großbritannien zum Jahreswechsel aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion austritt. Die britische Regierung hatte die Verhandlungen zeitweise für beendet erklärt, war dann aber vergangene Woche an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Die Zeit ist nun extrem kurz, weil der Text noch ratifiziert werden müsste.

AFGHANISTAN

IS-Anschlag

Kabul - In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter viele Schülerinnen und Schüler in den Tod gerissen. Mindestens 24 überwiegend junge Menschen wurden getötet und 57 weitere verletzt, wie das Innenministerium am Sonntag bekannt gab. Der Attentäter hatte sich Zugang zu einem Bildungszentrum im Westen der Stadt verschaffen wollen. Als er von Sicherheitskräften bemerkt wurde, sprengte er sich in einer Gasse in die Luft. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag kurz darauf für sich. Die militant-islamistischen Taliban, die in der Vergangenheit Anschläge in Kabul verübt hatten, dementierten umgehend, für das Bombenattentat verantwortlich zu sein. Sie verhandeln mit einer Delegation in der katarischen Hauptstadt Doha seit September über Frieden. Doch die Gewalt geht im Land weiter, vor allem in den Provinzen sterben bei Gefechten noch immer viele Menschen.

LITAUEN

Machtwechsel

Vilnius - Litauen steht vor einem Machtwechsel. Bei der zweiten Runde der Parlamentswahl ist die oppositionelle Vaterlandsunion stärkste politische Kraft geworden. Die konservative Partei hält nach der zweiten Wahlrunde voraussichtlich 50 der vergebenen 141 Sitze im Parlament. Dies teilte die Wahlkommission in der Nacht zum Montag nach Auszählung nahezu aller Wahlbezirke mit. Zweitstärkste Kraft wird mit 32 Sitzen der regierende Bund der Bauern und Grünen. Auch dessen drei bisherige Koalitionspartner verloren deutlich - zwei davon kommen nur auf jeweils 3 Sitze. Bauern-Chef Ramunas Karbauskis räumte nach der Bekanntgabe der Ergebnisse die Niederlage seiner Mitte-Partei ein und gratulierte den Konservativen. Vaterlandsunion-Spitzenkandidatin Ingrida Simonyte erhob noch in der Wahlnacht Anspruch auf die Bildung einer Regierungskoalition. Die parteilose Ex-Finanzministerin kündigte dazu Gespräche mit den beiden liberalen Parteien an.

SUDAN

Keine Erpressung

Khartum - Der Sudan ist nach Angaben der Regierung nicht „erpresst“ worden, um sich auf eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel zu einigen. Man habe durch die Einigung Vorteile erzielt, darunter die Integration des Landes in die internationale Gemeinschaft, indem der Sudan von der US-Liste staatlicher Unterstützer von Terroristen gestrichen worden sei, sagte der Präsident des Souveränen Rates, Abdel Fattah Burhan am Montag. Die wirtschaftliche Blockade der USA sei ein großer Grund für die wirtschaftliche Misere, die der Sudan erlebe, daher sei es wichtig gewesen, von der Liste runterzukommen. Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain hatte vergangenen Freitag auch der Sudan unter US-Vermittlung eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel angekündigt.

GROSSBRITANNIEN

Corbyn raus

London - Der frühere britische Labour-Chef Jeremy Corbyn ist am Donnerstag im Streit um antisemitische Tendenzen von seiner Partei ausgeschlossen worden. Zuvor hatte ein Untersuchungsbericht festgestellt, dass die Partei und ihr Ex-Chef Diskriminierung gegen Juden zugelassen hätten. Der Alt-Linke Corbyn hatte die Vorwürfe in weiten Teilen umgehend zurückgewiesen. Es habe Schikanen und Diskriminierungen gegeben, hatte zuvor die unabhängige britische Kommission für Gleichheit und Menschenrechte (EHRC) in ihrem Bericht mitgeteilt. Besonders in der Kritik steht in dem Report auch Corbyn, der von 2015 bis 2020 Chef der Partei war. Im April 2020 wurde der 71-Jährige von Keir Starmer abgelöst.

USA

Erneut Schwarzer getötet

Washington - Polizisten in der Stadt Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania haben einen 27-jährigen Schwarzen erschossen. Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe dieses trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen, erklärte ein Polizeisprecher. Nach dem Vorfall vom Montagnachmittag kam es in der Nacht zum Dienstag zu Ausschreitungen, wie die Zeitung „Philadelphia Inquirer“ berichtete. Dabei seien mehrere Polizisten verletzt worden, es habe auch Festnahmen gegeben. (dpa)

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