Weltnachrichten


USA

Schäden durch Hurrikan

Tallahassee/Washington - Der Hurrikan „Ian” hat im US-Bundesstaat Florida enorme Schäden angerichtet. „Die Auswirkungen dieses Sturms sind historisch”, sagte Floridas Gouverneur, Ron DeSantis, gestern. „Wir haben noch nie ein solches Hochwasser erlebt”, sagte DeSantis. Bestätigte Todesfälle durch den Sturm gebe es bislang jedoch nicht. „Ian” war am Mittwoch als einer der stärksten Hurrikans in der Geschichte Floridas auf Land getroffen und hatte heftige Winde, Starkregen, Sturmfluten und Überschwemmungen verursacht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde erreichte der Sturm die Westküste des Sonnenstaates und lag dabei nur knapp unterhalb der Schwelle zur höchsten Hurrikan-Kategorie, wie das Nationale Hurrikanzentrum mitteilte.


NORDKOREA

Raketen gezündet

Seoul - Nur wenige Stunden nach der Abreise der US-amerikanischen Vizepräsidentin Kamala Harris aus Südkorea hat Nordkorea erneut einen Test mit zwei ballistischen Raketen unternommen. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs flogen die Raketen in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer), wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Der jüngste Raketentest durch Nordkorea erfolgte kurz nach den am Donnerstag beendeten Marineübungen südkoreanischer und US-amerikanischer Streitkräfte, bei denen auch der Flugzeugträger „USS Ronald Reagan” teilgenommen hatte. Nordkorea fühlt sich durch die gemeinsamen Militärübungen der USA mit ihrem Bündnispartner Südkorea provoziert.


SCHWEDEN

Alternative Nobelpreisträger

Stockholm - Der als Alternativer Nobelpreis bekannte Right Livelihood Award geht in diesem Jahr nach Somalia, Venezuela, Uganda und erstmals auch in die Ukraine. Die in Kiew ansässige Menschenrechtsaktivistin Olexandra Matwijtschuk und ihr Center for Civil Liberties (CCL) zählen zu den diesjährigen Preisträgern, wie die Right-Livelihood-Stiftung am Donnerstag in Stockholm bekanntgab. Außerdem werden die somalischen Menschenrechtsaktivistinnen Fartuun Adan und Ilwad Elman, das venezolanische Kollektiv Cecosesola und das Africa Institute for Energy Governance (Afiego) aus Uganda mit geehrt.


UKRAINE

Gedenken an Massaker

Kiew - In der Ukraine haben Präsident Wolodymyr Selenskyj und die Regierung an das von deutschen Truppen 1941 verübte Massaker an den Kiewer Juden in Babyn Jar erinnert. „Es schien so, als ob diese Schrecken für immer in der Vergangenheit blieben”, schrieb Regierungschef Denys Schmyhal gestern im Nachrichtendienst Telegram. Doch Erschießungen und Massengräber in der Ukraine wiederholten sich nach 81 Jahren, schrieb er mit Blick auf den seit mehr als sieben Monaten andauernden russischen Angriffskrieg gegen sein Land. „Diejenigen, die den Völkermord 1941 anrichteten und diejenigen, die den Völkermord 2022 verüben, sind dieselben Verbrecher, deren Weg nur zu einem internationalen Tribunal führt.” Selenskyj legte zusammen mit dem Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, Blumen an den Gedenkstätten für die Ermordeten von Babyn Jar ab.


JAPAN

Staatstrauer um Abe

Tokio - Mit einem heftig umstrittenen Staatstrauerakt voller militärischem Pomp hat Japan den kürzlich ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe geehrt. Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von wütenden Protesten nahmen am Dienstag in Tokio rund 4300 Trauergäste aus dem In- und Ausland an dem Staatsakt in der Kampfsporthalle Nippon Budokan teil, darunter Ex-Bundespräsident Christian Wulff und US-Vizepräsidentin Kamala Harris. Unter dem Donner von Kanonenschüssen trug Abes Witwe Akie die Urne mit der Asche in die Halle. Die Trauergäste hatten vor einem riesigen Porträt des Ermordeten mit schwarzem Trauerflor Platz genommen.


AFGHANISTAN

Russland und die Taliban

Kabul - Russland hat mit den Taliban einen vorläufigen Vertrag zu Gaslieferungen nach Afghanistan unterzeichnet. Wie ein Taliban-Sprecher des Handelsministeriums am Mittwoch mitteilte, geht es um eine Menge von einer halben Million Tonnen Flüssiggas pro Jahr. Dazu kommen jährliche Lieferungen von einer Million Tonnen Benzin, einer Million Tonnen Diesel und zwei Millionen Tonnen Weizen. Für die Taliban könnte der Vertrag das größte internationale Handelsabkommen seit ihrer Machtübernahme im August 2021 sein, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt hat. Das Land ist international isoliert und gegen die militant-islamistischen Taliban wurden aufgrund anhaltender Menschenrechtsverletzungen schwere Sanktionen verhängt. Bisher hat kein Land die Regierung der Taliban anerkannt. Russland gehört jedoch zu den wenigen Ländern, die weiterhin mit einer Botschaft in dem Land vertreten sind. (dpa)


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