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Weltnachrichten


GROSSBRITANNIEN

Truss zieht Sparpläne zurück

London - Nach scharfer Kritik aus den eigenen Reihen hat die Favoritin auf die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson, Liz Truss, ihre Einsparpläne für den Öffentlichen Dienst wieder zurückgenommen. Eine Sprecherin ihrer Wahlkampagne beklagte am Dienstag eine „vorsätzliche Falschdarstellung“, kündigte aber an, Gehälter und Arbeitsbedingungen würden so bleiben wie bisher. Erst Stunden zuvor hatte die Außenministerin angekündigt, die Löhne von Beschäftigten außerhalb der wohlhabenderen Gebiete London und Südengland zu senken, damit sie die regionalen Lebensverhältnisse besser widerspiegeln. Insgesamt sollten elf Milliarden Pfund (13,1 Mrd Euro) eingespart werden.


AUSTRALIEN

Stimmen für Klimagesetz

Sydney - Das Repräsentantenhaus in Australien hat zum ersten Mal in der Geschichte des Landes ein Klimagesetz verabschiedet. Mit 89 gegen 55 Stimmen wurde der Gesetzentwurf nach mehreren Änderungen gestern in der Hauptstadt Canberra angenommen. Die im Mai angetretene Labor-Regierung will damit ihre Vorhaben im Kampf gegen den Klimawandel - insbesondere eine Senkung der CO2-Emissionen um 43 Prozent bis 2030 - in einem nationalen Gesetz verankern. Das Gesetz wird Mitte September noch der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, vorgelegt. Premierminister Anthony Albanese sprach nach der Abstimmung im Parlament von der „Erfüllung eines Kernversprechens“ seiner Partei. Den von Klimaexperten kritisierten Kohleabbau wolle er dennoch nicht stoppen, um die Wirtschaft nicht zu belasten.


ITALIEN

Mehr Bootsflüchtlinge

Rom - Wegen immer mehr Migranten, die im Mittelmeer in Seenot geraten, fordern drei Hilfsorganisationen ein staatliches Such- und Rettungsprogramm. Der deutsche Verein Sea-Watch sowie die internationalen Organisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée verlangten von den EU-Staaten am Mittwoch den „Einsatz einer angemessenen, staatlich geführten und proaktiven Flotte für die Seenotrettung“. In den vergangenen Wochen hatten die Helfer mit ihren Schiffen Hunderte Migranten an Bord geholt, die von Afrika aus nach Europa übersetzen wollten. Italien registrierte in diesem Jahr bislang mehr als 42.000 Menschen - das sind schon jetzt deutlich mehr als im gesamten 2021, als 30.000 gezählt worden waren.

USA

Haft für Randalierer

Washington - Für seine Rolle im Zusammenhang mit dem Angriff auf das US-Kapitol ist ein Mann aus Texas zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt wurden. Ein Bundesgericht verhängte am Montag in Washington eine Haftstrafe von 87 Monaten gegen den 49 Jahre alten Guy Wesley Reffitt wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Behinderung der Justiz und anderer Vergehen. Der Beweislage zufolge war Refitt Mitglied der Miliz „Texas Three Percenters“. Unter anderem habe er anderen Mitgliedern der Gruppe Nachrichten geschickt, um sie für die Reise nach Washington am 6. Januar 2021 zu rekrutieren.


ITALIEN

Neuer Mitte-Links-Pakt

Rom - In Italien haben sich die Sozialdemokraten (PD) mit den Kleinparteien des Zentrums Azione und +Europa auf einen Pakt im laufenden Wahlkampf geeinigt. Damit hat sich im Mitte-Links-Lager ein erstes Bündnis gegen den derzeit in Umfragen weit vorne liegenden Mitte-Rechts-Block geformt. Die Parteien verabredeten, die Außen- und Verteidigungspolitik der aktuellen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi weiterzutragen. Das Bündnis wolle mit dem Ausbau erneuerbarer Energien das Land unabhängiger von Energielieferungen aus Russland machen. Außerdem will es den von der EU vorgesehenen Mindestlohn einführen.


UNO

Warnung vor Nuklearkrieg

New York - Angesichts zahlreicher Krisen weltweit hat UN-Generalsekretär António Guterres vor dem steigenden Risiko atomarer Vernichtung gewarnt. Die Welt befinde sich in einer „Zeit nuklearer Gefahr, wie es sie seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht mehr gegeben hat“, sagte Guterres am Montag zum Start der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York. „Die Menschheit läuft Gefahr, die Lehren zu vergessen, die in den schrecklichen Feuern von Hiroshima und Nagasaki geschmiedet wurden.“ Die Welt sei nur ein Missverständnis oder eine Fehlkalkulation von der nuklearen Vernichtung entfernt.


USA

Weiter Streit um Abtreibung

Washington/Berlin - Die USA ringen weiter um das Recht auf Abtreibung, das seit der Entscheidung des Obersten Gerichts Ende Juni nicht mehr in der Verfassung verankert ist. Bei einem Referendum im Bundesstaat Kansas stimmte ersten Ergebnissen zufolge eine Mehrheit für ein weiterhin von der Verfassung geschütztes Abtreibungsrecht. US-Präsident Joe Biden kündigte für Mittwoch die Verabschiedung einer Verordnung an, die den Zugang zu allen benötigten Gesundheitseinrichtungen sicherstellen soll. Sein Justizministerium reichte diesbezüglich zudem Klage gegen den Bundesstaat Idaho ein. (dpa/wvg)


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