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Weltnachrichten

BELARUS

Strafanzeige gegen Behörden

Minsk - Die inhaftierte belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa hat nach ihrer Entführung Strafanzeige gegen die Behörden wegen Morddrohung gestellt. Das teilte die 38-Jährige in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme mit. Die Anzeige, die auch die Vorwürfe der Entführung sowie der Androhung einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren beinhaltet, richtet sich gegen den Geheimdienst KGB und gegen die Sonderpolizei zur Bekämpfung organisierter Kriminalität. Kolesnikowa nennt nach Angaben ihres Stabs in Minsk die Namen der Beamten, die sie bedroht und ihr einen Sack über den Kopf gezogen hätten.

AFGHANISTAN

Viele Tote nach Attentat

Kabul - Afghanistans Vizepräsident Amrullah Saleh ist in der Hauptstadt Kabul nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Mindestens zehn Menschen wurden bei dem Bombenattentat auf sein Auto getötet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch mitteilte. Saleh zeigte sich nach dem Anschlag, bei dem er seinen Sohn an der Seite hatte, in einem Video. Er berichtete: „Wir haben ein sehr leichtes Brennen am Gesicht und Kopf. Meine Hand ist ein wenig verletzt, weil es eine sehr starke Druckwelle gab. Das Autofenster ist geschmolzen.“

NORWEGEN

Deutsches Kriegsschiff entdeckt

Oslo - Vor der Südküste Norwegens ist das Wrack eines deutschen Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die „Karlsruhe“ war am 9. April 1940 von einem britischen Torpedo getroffen worden. „80 Jahre lang wusste niemand, wo das Schiff genau gesunken war“, sagte Frode Kvalø, Archäologe am Norwegischen Maritimen Museum, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die „Karlsruhe“ war Teil des sogenannten Unternehmens Weserübung - ein gezielter Angriff Nazi-Deutschlands auf norwegische Häfen am 9. April 1940.

USA

Trump: Wollte Panik verhindern

Washington - US-Präsident Donald Trump hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, er habe mit einer übertrieben optimistischen Darstellung der Coronavirus-Risiken Leben von Amerikanern gefährdet. „Das Letzte, was man will, ist, dass man Panik im Land auslöst“, sagte Trump am Mittwoch. „Wir wollen Zuversicht zeigen, wir wollen Stärke zeigen.“ Zuvor waren Mitschnitte aus Trumps Interviews mit dem Journalisten Bob Woodward veröffentlicht worden, in denen der Präsident selbst sagte, er spiele die Situation herunter.


USA / NORWEGEN

Trump nominiert

Oslo - Ein norwegischer Parlamentsabgeordneter hat US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominiert. Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei lobte am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite Trumps Engagement für das Abkommen zwischen den Vereinten Arabischen Emiraten und Israel. „Das Abkommen könnte den Weg freimachen für einen dauerhaften Frieden zwischen vielen arabischen Ländern und Israel“, so Tybring-Gjedde. Er hoffe, dass das Nobelkomitee beurteilen könne, was Trump international erreicht hat, und nicht über die etablierten Vorurteile gegenüber dem Präsidenten der USA stolpere.

SAUDI-ARABIEN

Haftstrafen im Fall Khashoggi

Riad - Fast zwei Jahre nach dem brutalen Mord an dem regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi hat ein saudisches Gericht fünf Angeklagte zu 20 Jahren Haft verurteilt. Damit hob es offenbar eine Ende vergangenen Jahres verhängte Todesstrafe gegen die fünf auf. Drei weitere Personen seien zu Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren verurteilt worden, meldete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am Montag unter Berufung auf einen Justizsprecher. Dabei handele es sich um abschließende Urteile.

ISRAEL

Corona-Rekordzahlen

Tel Aviv - Israel bekommt die Corona-Pandemie nicht unter Kontrolle: Die Zahl der Neuinfektionen ist erneut sprunghaft angestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 3951 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Dienstag hatte es 3554 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als.

IRAN

Hinrichtung droht

Berlin/Teheran - Eine internationale Solidaritätswelle soll im Fall des zum Tode verurteilten iranischen Ringers Navid Afkari politischen Druck aufbauen. „Als Athleten- und Sportgemeinschaft müssen wir uns schützend vor ihn stellen. Wenn der friedliche Protest eines Athleten mit Folter und Hinrichtung erwidert wird, dürfen wir nicht schweigen“, forderte gestern der Geschäftsführer von Athleten Deutschland, Johannes Herber. Man sei „überaus besorgt“. Afkari soll nach Angaben der iranischen Justiz bei einer Demo einen Sicherheitsbeamten getötet haben. (dpa/mc)

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