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Weltnachrichten

NAHOST

Freie Hand für Israel

Washington - Die US-Regierung lässt Israel freie Hand bei der Entscheidung über mögliche Annexionen im Westjordanland. Die Entscheidung über eine „Ausdehnung der Souveränität auf andere Orte“ sei von den Israelis zu treffen, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Washington. Pompeo beklagte, dass die Palästinenser den Nahost-Plan der US-Regierung abgelehnt hätten. Aus Sicht der Palästinenser bevorzugt dieser Plan eindeutig Israel. Die israelische Regierung könnte ab dem 1. Juli erste Schritte für eine Annexion einleiten. Als Grundlage dient ihr ein Plan von US-Präsident Donald Trump. Den Palästinensern wird darin ein eigener Staat in Aussicht gestellt, jedoch unter strengen Auflagen. Er sieht rund 70 Prozent der Fläche des Westjordanlandes für die Palästinenser vor. Die israelischen Siedlungen sollen aber bleiben. Israel könnte zudem auf das strategisch wichtige Jordantal im Westjordanland seine „Souveränität ausweiten“. Jerusalem soll ungeteilte Hauptstadt Israels sein.

NORDKOREA

Keine Militäraktionen

Seoul - Nordkorea hat nach eigenen Angaben seine geplanten Militäraktionen gegen Südkorea vorerst gestoppt. Die Entscheidung habe die zentrale Militärkommission der Arbeiterpartei unter Vorsitz von Machthaber Kim Jong Un getroffen, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch. Gründe dafür wurden nicht genannt. Nordkorea hatte zuletzt verärgert über eine Propagandaaktion südkoreanischer Aktivisten reagiert, die nahe der Grenze in Ballons verpackte Flugblätter mit Kritik an der autokratischen Führung in Pjöngjang Richtung Norden geschickt hatten. Nordkoreas Armeeführung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, wieder Militärübungen nahe der Grenze aufnehmen und Soldaten in ehemals gemeinsam genutzten Industrie- und Tourismusgebiete verlegen zu wollen.

GROSSBRITANNIEN

Psychoterror

Reading - Der Messer-Attentäter aus der britischen Stadt Reading soll psychisch krank sein. Er höre Stimmen im Kopf und sei medikamentös behandelt worden, zitierte der „Telegraph“ am Montag Verwandte und Ex-Nachbarn des 25-Jährigen. Freunde bezeichneten seinen Lebensstil als westlich, er habe zu vielen Partys eingeladen. Der Mann hatte am Samstagabend in einem Park in Reading, etwa 70 Kilometer westlich von London, wahllos auf Menschen eingestochen. Drei starben, drei weitere erlitten schwere Verletzungen. Der 25-Jährige ist britischen Medien zufolge ein Flüchtling aus Libyen. Für den Inlandsgeheimdienst MI5 ist er kein Unbekannter, hieß es. Er sei 2019 aufgefallen, weil er nach Syrien habe reisen wollen.

DÄNEMARK

Wiedervereinigung

Kopenhagen - Dänemark hat der Wiedereingliederung der Region Nordschleswig ins eigene Königreich vor genau 100 Jahren gedacht. „Ganz Dänemark feiert diesen festlichen Tag, auch wenn es wegen Corona eine andere Feier wird, als wir es erhofft haben“, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag bei einem Besuch in der Region, die ihr Land als Sønderjylland (Süderjütland) bezeichnet. Obwohl die durch eine Volksabstimmung besiegelte Wiedervereinigung sehr gut gelungen sei und heute als Vorbild für andere Länder gelte, sollte man anerkennen, dass es auf beiden Seiten der Grenze Minderheiten gebe. Nach zwei historischen Volksabstimmungen war 1920 eine neue Grenze zwischen Deutschland und Dänemark gezogen worden. Dänemark gliederte Nordschleswig am 15. Juni 1920 wieder formal in sein Königreich ein, Südschleswig blieb deutsch.

SERBIEN

Vucic siegt

Belgrad - Unter mäßiger Beteiligung der Bürger hat die Partei von Präsident Aleksandar Vucic die Parlamentswahl in Serbien nach den bisherigen Ergbnissen haushoch gewonnen. Nach den Zahlen der Belgrader Wahlforschungsgruppe Cesid kam die rechtsnationale Präsidentenpartei SNS (Serbische Fortschrittspartei) am Sonntag auf eine absolute Mehrheit von 63 Prozent. Die Wahl nach Ablauf der letzten Legislaturperiode hätte am 26. April stattfinden sollen, wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Ein wesentlicher Teil der Opposition boykottierte den Urnengang. Vucic regiert seit 2014 als Ministerpräsident und seit 2017 als Präsident zunehmend autoritär über das Balkanland.

AFGHANISTAN

Blutiger Frieden

Kabul - Trotz geplanter Friedensgespräche sind in Afghanistan innerhalb einer Woche 841 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet oder verwundet worden. Wie der nationale Sicherheitsrat am Montag mitteilte, gab es in 32 der 34 Provinzen insgesamt 422 Angriffe der militant-islamistischen Taliban. Dabei seien 291 Soldaten und andere Sicherheitskräfte getötet und 550 verletzt worden. Der Sicherheitsrat sagte, es sei die „blutigste Woche seit 19 Jahren“. Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht einen Abzug der internationalen Truppen vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten. (dpa)

Cristina, Techint und der Fall Sidor

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