• Argentinisches Tageblatt

Unterstützung für Macri

Hunderttausende feuern den Präsidenten an

Von Jonas Uphoff

Die Menschenmenge feierte Macri. (Foto: fr)

Buenos Aires (AT) - Große Unterstützung für Mauricio Macri: Am vergangenen Samstag versammelten sich um den Obelisken Hunderttausende Anhänger des amtierenden Präsidenten und Kandidaten, um ihrem Favoriten begeistert Beifall zu spenden. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 800.000.

Angesichts der wenig aufmunternden Prognosen galt es zu bekräftigen, dass man die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat. „Sí se puede!“ (Ja, wir können es!) skandierten die dicht an dicht gedrängten Menschen, während auch das Wetter dem Redner mit Sonnenschein wohlgesonnen war.

Findige Geschäftsleute präsentierten in ihren Ständen Kollektionen von Flaggen, Transparenten und Stickern. Wegen der relativ hohen Temperatur und der langen Wartezeit, aber auch weil ein nicht unerheblicher Teil der Menge zur älteren Bevölkerung gehörte, hatten ambulante Helfer es schwer, die humanitäre Lage im Griff zu behalten.

Der Zugang zum Platz war über die zahlreichen Seitenstraßen hinaus für Ersthelfer kaum zu erreichen. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Bei seinem Auftritt wurde Macrí mit frenetischem Jubel und Gesang empfangen. Von der Bühne aus bedankte er sich bei der versammelten Menge für die Unterstützung: „Eure Anwesenheit gibt mir die Hoffnung, dass wir es doch noch schaffen können!“

Abermals führte er die wichtigsten Punkte seines Wahlprogramms an und versäumte es nicht, seine politischen Gegner scharf zu kritisieren, was beim Publikum sehr gut ankam. „Bis hierhin und nicht weiter“, würde die Opposition mit ihren Bemühungen kommen.

Angesichts der Wahlen, die an diesem Sonntag stattfinden, ist die Stimmung auf beiden Seiten um so polarisierter und angespannter. Noch bis in den späten Samstagabend hinein wehte im ganzen Zentrum das Himmelblau und Weiß der argentinischen Flagge, und die Bürgersteige der Seitenstraßen links und rechts der Avenida Corrientes waren überfüllter als gewöhnlich an einem Wochenende.

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