• Argentinisches Tageblatt

Randglossen

(Vom 31.5. bis 7.6.)

Horacio Rodríguez Larreta ist der einzige der drei prominenten Persönlichkeiten der Cambiemos-Koalition, zu denen an erster Stelle Präsident Mauricio Macri und an zweiter die Gouverneurin María Eugenia Vidal gehören, dessen Wiederwahl gesichert erscheint. Er kann in der Stadt viele große Leistungen vorweisen, von ihm und der Nationalregierung, wobei die Objekte, um die es dabei geht, nämlich die Hebung der Eisenbahnschienen, die neue Straßenverbindung entlang Puerto Madero und die Erweiterung der U-Bahn termingerecht beendet wurden, was nicht üblich ist. Hinzu kommen noch neue Schulen. Und dann sollte man die Riesenröhre entlang des Riachuelo nicht vergessen, deren Bau weit fortgeschritten ist, mit der dann die Verseuchung der anrainenden Gegend der Stadt aufhört. Abgesehen von diesen konkreten Investitionen, hat Rodríguez Larreta die Stadt sehr gut verwaltet, und auch das werden die Bewohner bei der Wahl honorieren. Beiläufig bringt dies auch Macri Stimmen.


Verständlich, dass keine*r mehr Lust hat. SPD-Vorsitzende*r zu sein, hat derzeit eine Halbwertszeit unter einem Jahr. Aber man müsste auch lange suchen, um Eine*n zu finden, der/die das Zeug hat, die Taschenuhr August Bebels zu tragen. Im Vertrauen, man hat ihn gefunden. Es ist Thorsten Schäfer-Gümbel, der Mann im Dreigestirn der Interimsvorsitzenden. Schäfer-Gümbel ist geradezu prädestiniert für den SPD-Chefposten. Er kann Niederlagen einstecken. Bei den hessischen Landtagswahlen ist er schon zum dritten Mal gescheitert. Es gibt wenige Politiker, die solch ein Durchhaltevermögen haben. Bei der SPD war das zuletzt Willy Brandt. Er wurde auch erst im dritten Anlauf Bundeskanzler.


Er kommt nach Großbritannien, pöbelt, brüskiert und wird dennoch mit Ehren empfangen. Natürlich ist es das Amt, das dem US-Präsidenten Donald Trump zumindest einen Rest von Würde lässt. Vor seinem Besuch hatte Trump die Frau des Prinzen Harry beleidigt, die Premierministerin Theresa May verunglimpft, die Brexiteers unterstützt und sich damit in die Politik eines befreundeten Landes eingemischt. Gut, Trump ist der mächtigste Mann der Welt, das muss irgendwie respektiert werden. Er ist allerdings auch ein ausgesprochener Depp, und das muss auch gesagt werden. Man wünscht sich das Mädchen aus dem Anderson-Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ herbei. Es ist dringend nötig, zu sagen, dass der Kaiser zwar kein nackter, aber ein bloßer Rüpel ist.

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