© 2019 Tageblatt - All rights reserved

  • White Twitter Icon
  • White Facebook Icon
  • White Instagram Icon
  • Argentinisches Tageblatt

Randglossen

(Vom 3.5.19 bis 10.5.19)

Diesen Sonntag finden Wahlen in Córdoba statt, bei denen Gouverneur Juan Schiaretti voraussichtlich wiedergewählt wird. Dabei wird im peronistischen Lager davon ausgegangen, dass er sich danach um die Einigung des jetzt verzettelten Bereichs des nicht kirchneristischen Peronismus kümmern wird, der “Alternativa Federal” getauft wurde. Es ist höchste Zeit, dass die Spitzenpolitiker des traditionellen Peronismus, also Schiaretti, Massa, Urtubey, Uñac, Bordet, Pichetto und auch Lavagna u.a. entscheiden, wen sie als Präsidentschaftskandidaten aufstellen, um eine echte Alternative zu Macri und Cristina zu schaffen, die eine gute Möglichkeit hat, die Wahlen zu gewinnen. Sie können nicht bis zu den PASO-Wahlen warten, die erst im August stattfinden, bei denen es um die Kandidaten der einzelnen Parteien geht. Denn die Wahlkampagne befindet sich schon in vollem Gang.


Entwarnung oder Enttäuschung, zumindest vorläufig. Es kommt auf den Blickwinkel an. Donald Trump ist nicht Al Capone, der US-Gangster, den man wegen seiner Steuervergehen drankriegte. Trump wehrt sich nicht so vehement gegen die Herausgabe seiner Steuerunterlagen, weil er Nachzahlungen befürchtet, er hat Angst um seinen selbstgebastelten Ruf als bester Dealmaker aller Zeiten. Er, der Autor des Bestsellers „Die Kunst des Erfolgs“, soll in den 1980er- und 1990er-Jahren nach neusten Unterlagen Milliardenverluste gemacht haben. Das darf nicht sein. Trump erklärt diesen Missstand damit, dass damals jeder seine Gewinne herunter gerechnet habe. Das wiederum ist fast eine Selbstanzeige.


Trump verleugnet ja gerne seine deutsche Herkunft, aber das müsste er gar nicht tun. Das Geprotze mit seinem Reichtum ist so was von Undeutsch. Reiche in Deutschland prahlen nicht mit ihrem Reichtum, das tun nur „Neureiche“. Aber vermutlich täte man den US-Milliardären auch Unrecht, wenn man sie der Prahlerei bezichtigen würde. Bill Gates und Co. prahlen in der Regel nicht, sondern tun Gutes mit ihrem Reichtum. Trump ist da wohl ein Einzelfall, er will einfach dazugehören. Vielleicht schämt er sich, weil er nur Multimillionär und kein Milliardär ist. Das muss er nicht. Er hat viel mehr geleistet als Menschen, die mit Können und Talent zu Milliarden gekommen sind. Trump hat es als unterdurchschnittlich begabtes Großmaul zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gebracht.

1 vista