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Nachfolger für Abe gesucht

Nach Rücktritt: Japans Regierungspartei vor Wahl

Shinzo Abe wird bis zur Wahl eines Nachfolgers als Partei- und Regierungschef amtieren. (Foto: dpa)

Tokio (dpa) - Japans Regierungspartei LDP will einen Nachfolger für Partei- und Regierungschef Shinzo Abe ohne Beteiligung der breiten Parteibasis wählen. Das beschloss die Partei am Dienstag, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Dieses Vorgehen begünstige Abes langjährige rechte Hand, Regierungssprecher Yoshihide Suga. Von ihm wird erwartet, dass er im Falle seiner Wahl die Politik von Abe fortsetzen wird.

Suga genießt breiten Rückhalt unter Abgeordneten der LDP. Ex-Verteidigungsminister Shigeru Ishiba, der als reformfreudig gilt und sich immer wieder kritisch über Abe geäußert hatte, sieht seine Chancen dagegen deutlich gemindert. Denn er genießt zwar in der Bevölkerung breite Zustimmung, nicht aber unter LDP-Abgeordneten. Wegen der Mehrheit der LDP im maßgeblichen Unterhaus wird der Chef der Partei auch Ministerpräsident des Landes.

Japans rechtskonservativer Regierungschef hatte nach einer Rekordamtszeit von fast acht Jahren wegen gesundheitlicher Probleme überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er bleibe im Amt, bis ein Nachfolger feststehe, sagte der 65-Jährige auf einer Pressekonferenz. Er wolle mit seinem Rücktritt verhindern, dass seine Gesundheitsprobleme zu einem Führungsvakuum führten, erklärte Abe. Kürzliche Testergebnisse hätten ein Wiederaufflammen einer chronischen Dickdarm-Erkrankung ergeben. Er hatte sich zuletzt wiederholt in ein Krankenhaus begeben. Wegen dieses Problems war er schon 2007 nach einer ersten kurzen Amtszeit abrupt zurückgetreten.

Der 65-Jährige hatte erst am Montag den Rekord als längster amtierender Ministerpräsident seines Landes aufgestellt, den zuvor sein Großonkel Eisaku Sato gehalten hatte. Abe amtiert seit 2012. Wie Kyodo am Dienstag meldete, wird die LDP die parteiinterne Wahl voraussichtlich am 14. September abhalten. Der Gewinner werde dann voraussichtlich zwei Tage später bei einer außerordentlichen Parlamentssitzung zum Regierungschef gekürt.

Die Dollarhaltung in Argentinien

Von Juan E. Alemann

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