• Argentinisches Tageblatt

Mediathek-Tipps der Woche

Diese Woche sind wir filmtechnisch in Nordamerika und Spanien zuhause. Der Streaming-Anbieter Netflix weiß das Kultur-Vakuum der Quarantäne zu füllen, und das mit viel Charme, Witz und Nostalgie!

„Hollywood“ – Netflix

Miniserie ab 16 Jahren. Regie: Ryan Murphy.

„Hollywood“ entführt ins glamouröse Los Angeles Ende der 40er Jahre, um eine Art Wiedergutmachungsmärchen und Was-wäre-wenn zu erzählen. Der Autor und Produzent Ryan Murphy („Glee“, „American Horror Story“, „Pose“) zeigt Hollywood als Schlangengrube. Einiges beruht auf wahren Begebenheiten, vieles ist überdreht und ad absurdum geführt. Neben erdachten Charakteren kommen auch echte Namen vor, darunter Anna May Wong (Michelle Krusiec), Vivien Leigh (Katie McGuiness), Hattie McDaniel (Queen Latifah) und Rock Hudson (gespielt vom 29-jährigen Jake Picking, einem US-Soldatensohn mit Geburtsstadt Erlangen). Die kurzweilige Serie verdreht vielfach die Perspektive. Es sind vor allem Männer, die sich für ihre Karriere hetero- oder homosexuell prostituieren, darunter der junge Schauspieler Jack Castello, der sich an einer Tankstelle verdingt. Kundinnen und Kunden können mit dem Schlüsselwort „Dreamland“ Sex mit den gut aussehenden Tankwarten kaufen. Brillant besetzt sind die Rollen der starken Studio-Frauen Avis Amberg und Ellen Kincaid (Patti LuPone und Holland Taylor) und Jim Parsons - bekannt als Sheldon aus der Sitcom „The Big Bang Theory“. Er spielt den intriganten Manager Henry Willson, den es wirklich gab.

Video: Netflix


„Becoming“ – Netflix

Dokumentarfilm ohne Altersbeschränkung. Regie: Nadia Hallgren.

Die Ende 2018 erschienenen Memoiren von Michelle Obama wurden zu einem literarischen Welterfolg. Die frühere First Lady der Vereinigten Staaten ging mit „Becoming“ auch auf Lesereise. Der Tour durch 34 Städte weltweit hat Netflix jetzt eine eigene Doku gewidmet. Als Zuschauer*in bekommt man hier einen Blick hinter die Kulissen der legendären Tour. Mit jeder Menge Optimismus und vieler typischer Kitsch-Phrasen, aber auch mit viel Charisma und echter Empathie ist „Becoming“ eine entspannende Option, um sich von den schlechten Corona-Nachrichten eine Auszeit zu nehmen.

Video: Netflix


„Valeria“ – Netflix

Spanische Serie ab 16 Jahren. Regie: Imma Torrente.

Valeria, Valeria. Das wird man beim Schauen der gleichnamigen Netflix-Produktion immer wieder kopfschüttelnd vor sich hinsagen. Die rothaarige Endzwanzigerin (Diana Gómez) ist verplant und zwar nicht nur ein bisschen. Sie hat nur noch einen Monat Zeit, um ihr Buch einzureichen, doch steckt mitten in einer kreativen Flaute. Als sie auf einer Party den gutaussehenden und charismatischen Víctor (Maxi Iglesias) trifft, stellt er ihre Welt binnen Sekunden auf den Kopf. Endlich hat sie wieder neue Ideen, um ihr Buch zu schreiben; wäre da nur nicht Valerias Ehemann Adrián (Ibrahim Al Shami)... Mit einigen etwas freizügigeren Szenen ist die spanische Komödie ab 16 Jahren freigegeben. Víctor inspiriert die Chaotin nämlich zu einem gewagten Literaturgenre, welches Neuland für sie ist. (dpa/cld)

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