• Argentinisches Tageblatt

Macri wechselt Schatzminister aus

Actualizado: 3 de sep de 2019

Lacunza ersetzt Dujovne / Stabilisierung des Pesos als Ziel

Nicolás Dujovne (l.) und Hernán Lacunza (r.). (Fotos: dpa)

Buenos Aires (dpa/mc) - Präsident Mauricio Macri hat nach der schweren Niederlage bei den Vorwahlen seinen Schatzminister ausgewechselt. Nicolás Dujovne reichte am Samstag seinen Rücktritt ein. Das Amt wird Hernán Lacunza antreten, der bislang Wirtschaftsminister der Provinz Buenos Aires war. „Ich habe Vertrauen, dass er die geeignete Person für diese neue Etappe ist“, schrieb Macri auf Twitter.

Lacunza kündigte an, nach der jüngsten Abwertung des Pesos und heftigen Verlusten an der Börse die Landeswährung stabilisieren zu wollen. „Wir wollen den Wechselkurs stabilisieren, denn in diesem unsicheren Umfeld ist die Stabilität das wichtigste öffentliche Gut“, sagte er am Dienstag nach seiner Vereidigung. „Einen weiteren Anstieg des Dollar zuzulassen, würde nur mehr zur Unsicherheit beitragen.“

Zudem versicherte der neue Minister, die mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarten Sparmaßnahmen und Reformen weiter umzusetzen. In den kommenden Tagen wurde der Besuch eines IWF-Teams in Argentinien erwartet.

Der ausgeschiedene Minister Dujovne hatte 2018 Finanzhilfen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar ausgehandelt, die mit hohen Sparauflagen im Staatshaushalt verbunden waren. Die hohe Inflation und die anhaltende Rezession ließen viele Wähler bei den Vorwahlen gegen Macri stimmen.

Bei dem Urnengang hatte Macri eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Der Oppositionskandidat Alberto Fernández, mit der Ex-Präsidentin Cristina Kirchner als Vizekandidatin, erhielt 47,6 Prozent der Stimmen. Der Präsident kam lediglich auf 32 Prozent. Die Vorwahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für die eigentliche Präsidentschaftswahl im Oktober.

Viele Anleger befürchten nun einen Wahlsieg von Fernández und dessen Vizekandidatin, Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. Die ehemalige Staatschefin steht für eine protektionistische Wirtschaftspolitik und eine konfliktreiche Beziehung zum IWF.

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