• Argentinisches Tageblatt

Macri-Lager siegt in Mendoza

Rodolfo Suárez wird neuer Gouverneur

Wahlsieger Rodolfo Suárez. (Foto: fb)

Buenos Aires (AT/mc) - Erfolg für das Regierungsbündnis Juntos por el Cambio (Gemeinsam für den Wandel): Mit 50,1 Prozent setzte sich der Macri-treue Kandidat Rodolfo Suárez bei den Gouverneurswahlen in Mendoza durch. Anabel Fernández Sagasti, die Bewerberin der Kirchner-treuen Wahlallianz „Frente de Todos“ (Bündnis von allen), musste sich mit 34,8 Prozent deutlich geschlagen geben.

Suárez löst somit am 10. Dezember seinen Parteifreund Alfredo Cornejo an der Spitze der Provinzverwaltung ab. Letzterer durfte aufgrund des Wahlrechts des Gliedstaats nicht noch einmal kandidieren. Insgesamt nahmen 83 Prozent der Wahlberechtigten an dem Urnengang teil.

Suárez‘ Erfolg ist Rückenwind für den seit den Vorwahlen politisch schwer angeschlagenen Staatschef Mauricio Macri, der sich am 27. Oktober um eine Wiederwahl bemüht. Bislang musste das Macri-Lager in diesem Jahr zahlreiche Wahlschlappen einstecken. Die Regierung hofft nun, dass durch das Mendoza-Ergebnis eine Trendwende eingeleitet werden kann.

Wahlsieger Suárez dankte am Wahlabend seinen Wählern für die „überzeugende Unterstützung“. Er formulierte: „Wir sind ein Beispiel für das Land. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Die Lage ist ernst.“ Und er trat gegen den politischen Mitbewerber nach: „Populismus ist schlecht. So etwas gefällt uns hier nicht.“

Auch der bisherige Gouverneur Cornejo griff das Oppositionslager scharf an: Präsidentschaftskandidat Alberto Fernández habe eine „Dummheit“ begangen mit dem Versuch, den lokalen Wahlkampf auf die nationale Ebene heben zu wollen. Fernández hatte sich vor Ort in den Wahlkampf eingebracht. Der Präsidentschaftskandidat sowie mehrere peronistische Gouverneure seien mit Privatflugzeugen nach Mendoza gereist, um den Menschen zu sagen, wie sie zu wählen hätten, giftete Cornejo.

Mit Blick auf die nationalen Wahlen meinte der scheidende Gouverneur: „Wir wollen, dass es Argentinien gut geht und sich Mendoza darin einfügt. Und wir wollen, dass sich die Wähler am 27. Oktober gegen die Kirchner-Korruption aussprechen.“

Die Weinanbauprovinz Mendoza war historisch stets sehr umkämpft. Seit der Rückkehr zur Demokratie 1983 gab es bislang fünf peronistische und vier radikale Gouverneure. Mit Suárez, der wie Cornejo der Radikalen Bürgerunion (UCR) angehört, wird somit der numerische Ausgleich hergestellt. Die UCR bildet mit Macris Pro-Partei und weiteren Partnern das Wahlbündnis „Juntos por el Cambio“.

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