• Argentinisches Tageblatt

Macri gibt sich siegessicher

Präsident unterstreicht Ambitionen, wiedergewählt zu warden

Mauricio Macri im Gespräch mit Unternehmern. (Foto: casarosada)

Buenos Aires (AT/mc) - Mauricio Macri gibt sich entschlossen: Er will bei den Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr noch einmal antreten und eine zweite Amtszeit in der Casa Rosada anstreben. Dies machte der Staatschef deutlich am Montag beim Treffen mit führenden Unternehmern der Lebensmittel- und Supermarktbranche des Landes. Der Wirtschaftskrise und sinkenden Umfragewerten zum Trotz ist er sicher: „Ich bin überzeugt, dass ich die Wahlen gewinnen werde.“

Damit nahm Macri zugleich Spekulationen den Wind aus den Segeln, er könnte zugunsten seiner populären Parteifreundin und Gouverneurin der Provinz Buenos Aires, María Eugenia Vidal, auf eine erneute Kandidatur verzichten.

Der Amtsinhaber erwartet einen „sehr umkämpften“ Urnengang, bei dem er mit einem Happy End für sich rechnet: Mit 52 bis 58 Prozent werde er sich in der Stichwahl durchsetzen. Meinungsforscher sehen Macri zwar derzeit mit neun Prozentpunkten hinter Cristina Fernández de Kirchner, wie zuletzt bei Isonomía ermittelt.

Doch Macri vertraut offenbar darauf, dass seine Amtsvorgängerin stark polarisiert. Auf diese Weise würden letztlich auch viele Wähler ihm seine Stimme geben, um ein Comeback Kirchners zu verhindern, so das Kalkül Macris und seines Beraterteams um den Ecuadorianer Jaime Durán Barba lauten.

Rückenwind erhielt Macri von den im Präsidentenpalast anwesenden Unternehmern. Sie verpflichteten sich, die Preise für Grundnahrungsmittel bis zu den Wahlen im Oktober stabil zu halten. „Unser Ziel ist, in diesem Moment zu helfen“, so Rami Batieh, der Präsident der Supermarktkette Carrefour Argentina. Dem schlossen sich auch Joaquín Santa Coloma (Cencosud) und Federico Braun (La Anónima) an. Der Staatschef erhofft sich davon auch eine Absenkung der Inflation. Er stellte den Unternehmern im Gegenzug Steuersenkungen für das Jahr 2020 in Aussicht, sollte er wiedergewählt werden.

Die eingangs erwähnte Umfrage von Isonomía - ein Meinungsforschungsinstitut, das schon häufiger von Kabinettschef Marcos Peña beauftragt wurde - sieht Kirchner momentan bei einer möglichen Stichwahl bei 45 Prozent der Wählerstimmen. Macri hingegen wird nur mit 36 Prozent geführt. Die meisten anderen sind derzeit noch unentschlossen.

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