• Argentinisches Tageblatt

Lateinamerikanische Wirtschaft in Kürze

(Vom 6.12. bis 13.12.)

Brasilien und Paraguay haben freien Kfz-Handel zwischen beiden Ländern vereinbart. In der Praxis bietet sich hier für Brasilien die Möglichkeit, über 10.000 Kfz. pro Jahr zu liefern. Paraguay hat keine Kfz-Fabriken, könnte jetzt dank dieses Abkommens Montagewerke errichten.

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Im Südosten von Mexiko sind die größten Ölvorkommen der vergangenen 30 Jahre entdeckt worden. Das Feld Quesqui im Bundesstaat Tabasco verfügt über bestätigte und mögliche Reserven, die 500 Mio. Barrel (je 159 Liter) Rohöl entsprechen, wie der staatliche Energiekonzern Pemex mitteilte. In zwei Jahren könnten dort täglich bis zu 100.000 Barrel Öl gefördert werden, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador bei einem Rundgang. Die mexikanische Regierung hofft, mit der Entdeckung des Ölfeldes eine Trendwende einleiten zu können. Aufgrund fehlender Investitionen in moderne Technik fällt die Ölproduktion in dem lateinamerikanischen Land seit 14 Jahren stetig. Während 2004 in Mexiko täglich noch 3,4 Mio. Barrel gefördert wurden, waren es zuletzt nur noch 1,7 Mio. Barrel.(dpa)

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Brasilien steigt dieses Jahr zum grössten Sojaproduzenten der Welt auf. Die Sojaernte wird für dieses Jahr auf 121 Mio. Tonnen geschätzt, 25% über der letzten US-Ernte von 96,6 Mio. Tonnen. In den Vereinigten Staaten wurde die Sojaproduktion durch ungünstige klimatische Bedingungen und auch durch den Handelskrieg mit China (dem wichtigsten Kunden) behindert. An dritter Stelle bei der Sojaproduktion steht Argentinien, aber mit grossen Abstand zu den zwei ersten.

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Die brasilianische ZB hat den Zinssatz Selic, der als allgemeine Referenz gilt, von 5% auf 4,5% gesenkt. Es handelt sich um die vierte Senkung in Folge, wobei der Selic-Satz jetzt ein historisches Minimum erreicht hat. Der Rat für Geldpolitik Como (Comitéde Política Monetaria) betont die Fortschritte bei Reformen der Wirtschaft, weist jedoch darauf hin, dass weiter in diesem Sinn gearbeitet werden muss, um eine Konsolidierung der Niedrigzinspolitik zu erlauben. Auch der Staat spart bei dieser Zinsverringerung erhebliche Summen.

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