• Argentinisches Tageblatt

Lateinamerikanische Wirtschaft in Kürze

(Vom 2.8. bis 9.8.)

In Kolumbien nimmt die Produktion von Marihuana (die jetzt für medizinische Zwecke zugelassen ist) explosiv zu. Seit Anfang Januar 2018 gab es schon direkte Investitionen in 13 Projekten von insgesamt u$s 359 Mio. für diesen Zweck., berichtet fDi Markets, ein Datenservice der Financial Times. Nur in den USA gab es in dieser Periode mehr Projekte: 15 für ca. U$s 1 Mrd.

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In Brasilien wurden im Juli 4.000 Quadratkilometer Naturwald gerodet, gab das nationale Raumforschungsinstitut INPI bekannt. Präsident Bolsonaro war über die Meldung so verärgert, dass er den Direktor des INPE, Ricardo Galvao, entließ. In 7 Monaten 2019 wurde schon eine Fläche Naturwald gerodet, die Luxemburg entspricht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, das Abkommen der EU mit dem Mercosur sei an die Bedingung geknüpft, dass Brasilien sich an das Klimaabkommen von Paris halte. Der Amazonas-Wald stellt etwa die Hälfte der Tropenwälder der ganzen Welt dar. Diese Wälder sind sehr wichtig, weil sie Kohlendioxyd aufnehmen und dabei gegen den Klimawandel wirken.

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In Brasilien hat die Deputiertenkammer das Gesetzesprojekt über die Reform des Pensionierungssystems verabschiedet und an den Senat weitergeleitet, wo es voraussichtlich bald genehemigt werden wird. Es handelt sich um eine sehr wichtige Reform, die zur schrittweisen Entlastung der Staatsfinanzen in bedeutendem Umfang führen wird. In 10 Jahren sollen u$s 250 Mrd. gespart werden. Der wichtigste Aspekt ist die Einführung eines Mindestalters für die Pensionierung, von 67, bzw. 62, Jahren. Bisher werden nur 30 Beitragsjahre gefordert, so dass viele Menschen mit unter 50 Jahren in Pension gingen, was das System finanziell nicht verträgt.

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