• Argentinisches Tageblatt

Lateinamerikanische Wirtschaft in Kürze

(Vom 12.7. bis 19.7.)

In Brasilien ist eine leichte wirtschaftliche Besserung eingetreten. Der Index der wirtschaftlichen Tätigkeit (der eine grobe Schätzung des BIP ist, die vor diesem berechnet wird) lag im Mai 2019 um 0,54% über April 2019, was nach vier Monaten mit Rückgang eine Tendenzwende zeigt. Gegenüber Mai 2018 verzeichnet der Index eine Zunahme von 4,4%, wobei jedoch Mai des Vorjahres vom nationalen Lastwagenstreik betroffen wurde, der die Wirtschaft weitgehend stilllegte.

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Die Regierung von Mexiko hat ein Programm für die Erholung des staatlichen Erdölunternehmens Pemex vorgestellt. Bis 2023 soll die Steuerlast des Unternehmens um 11% verringert werden, und gleichzeitig soll der Staat u$s 18 Mrd. beisteuern. In den letzten 14 Jahren ist die tägliche Erdölförderung von Pemex von 3,37 auf 1,82 Mio. Barrel gefallen. Die Raffinerien verarbeiten gegenwärtig 507.000 Barrel Rohöl täglich, gegen 1,29 Mio. im Jahr 2012. All das hat dazu beigetragen, dass Pemex jetzt eine Verschuldung von u$s 110,7 Mio. aufweist.

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Brasiliens Wirtschaftsminister Paulo Guedes gab bekannt, dass die Regierung die Mehrwertsteuer, die gegenwärtig von den einzelnen Staaten bestimmt wird, vereinheitlichen werde, wie es bei einer Bundessteuer sein muss. Ebenfalls wies er darauf hin, dass an der Schaffung eines Paketes von 63 Mrd. Real (umgerechnet u$s16,8 Mrd.) gearbeitet werde, um der Konjunktur einen Impuls zu verleihen. Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben.

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