• Argentinisches Tageblatt

Lateinamerikanische Wirtschaft in Kürze

(Vom 5.7. bis 12.7.)

Präsident Mauricio Macri erklärte, dass Brasilien und Argentinien nach dem Freihandelsabkommen Mercour-EU die Möglichkeit erwägen, eine ähnliches Abkommen mit den Vereinigten Staaten abzuschließen. Das Thema soll in der Zusammenkunft von Vertretern der beiden Regierungen behandelt werden, die für den 17. Juli in Santa Fé vorgesehen ist. Macri stellte auch Freihandelsabkommen mit der EFTA (Schweiz, Norwegen, Island und Lichtenstein), mit Kanada und auch mit Südkorea in Aussicht.

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In Brasilien erreichte die Inflation, gemessen mit dem Index der Konsumentenpreise, im Juni 2019 nur 0,01%, so dass es im 1. Halbjahr 2019 2,23% waren. Beim Vergleich mit Juni 2018 ergibt sich eine Zunahme von 3,37%, die somit unter dem Höchstziel des Plansolls der Regierung, von 4,25%, liegt.

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Die Reform des Pensionierungsystems wurde in Brasilien von der Deputiertenkammer mit 379 gegen 131 Stimmen verabschiedet, wobei das offizielle Projekt korrigiert wurde. Doch der wesentliche Aspekt, nämlich die Einführung eines Mindestalters (65 Jahre bei Männern und 62 Jahre bei Frauen) bleibt. Gegenwärtig besteht kein Mindestalter, sondern nur die Bedingung, dass Beiträge während 30 Jahren geleistet wurden, so dass viele Menschen unter 50 Jahren in Pension gehen. Die Reform soll dem Staat in einem Jahrzehnt u$s 230 Mrd. sparen. Obwohl die sozial-liberale Partei von Bolsonaro im Parlament nur mit einer Minderheit vertreten ist, hat die Regierung die Zustimmung anderer Parteien erreicht, was die Regierungfähigkeit des Präsidenten stärkt.

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