• Argentinisches Tageblatt

Lateinamerikanische Wirtschaft

Vom 27.12. bis 3.1.

Der Gesundheitskonzern Fresenius baut sein Krankenhausgeschäft in Kolumbien aus. Das Dax-Unternehmen kaufe eine private Klinik in der Großstadt Cali für rund 300 Millionen Euro, teilte Fresenius am Montag in Bad Homburg mit. Die Übernahme des Centro Médico Imbanaco mit 350 Betten sei ein weiterer Schritt, um die Präsenz im attraktiven Markt Kolumbien zu stärken. Das Haus mit 17 Operationssälen erzielte 2018 etwa E 130 Mio. Umsatz. Fresenius rechnet mit einem Abschluss des Geschäfts im ersten Quartal 2020, sofern die kolumbianischen Wettbewerbsbehörden zustimmen. Der Deal solle bereits im Geschäftsjahr 2020 den Konzerngewinn steigern. Fresenius Helios, Deutschlands größter privater Klinikbetreiber, hatte 2017 mit der Übernahme der spanischen Klinikkette Quirónsalud den Sprung ins Ausland gewagt. Nun expandieren die Hessen über die Tochter in Kolumbien. Erst im November hatte Helios den Kauf der kolumbianischen Diagnostikfirma CediMed für E 40 Mio. verkündet. In den Monaten davor hatte Quirónsalud mehrere Kliniken in Kolumbien erworben. (dpa)

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Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika, benannt CEPAL, mit Sitz in Santiago de Chile, hat ermittelt, dass die Region 2019 ein BIP-Wachstum von 0,1% ausweisen werde, wobei für 2020 ein Plus von 1,3% erwartet wird. Die Periode 2014-20 verzeichnete in Lateinamerika das geringste Wachstum in 40 Jahren. Ab 2014 ist das BIP pro Kopf der Bevölkerung um 4% gefallen. Die Entwicklung war jedoch 2019 sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite verzeichnen Antigua und Barbuda eine Zunahme von 6,2%, die Dominikanische Republik eine von 4,8% und Guyana eine von 4,5%, und auf der anderen Seite weist Venezuela einen Rückgang von 25,5% auf, Nicaragua einen von 5,3%, Argentinien einen von 3% und Haiti einen von 0,7%.

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Die brasilianische Regierung hat im Kongress ein Gesetzesprojekt eingebracht, das die staatlichen Banken der Gesetzgebung unterstellt, die für die privaten Banken gilt, was bedeutet, dass sie auch in Konkurs gehen und aufgelöst werden können. Die staatlichen Banken verlieren dabei die Garantie des Schatzamtes, so dass es für sie schwieriger wird, Kredite aufzunehmen. Das neue Projekt sieht vor, dass der Staat Mittel beitragen kann, um eine Bank zu retten, aber nur, wenn die ZB ein Systemrisiko festgestellt hat, was bedeutet, dass der Zusammenbruch einer Bank das ganze Finanzsystem beeinträchtigt.

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Die Arbeitslosigkeit lag in Brasilien in den Monaten September, Oktober und November 2019 bei 11,2% der aktiven Bevölkerung, 0,4 Prozentpunkte unter der gleichen Vorjahresperiode und 0,7% Prozentunkte unter dem vorangehenden Quartal, berichtet das statistische Amt IBGE.

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