Land unter in New York

Hurrikan „Ida“ zieht nach Nordosten

Ueberschwemmungen
Überschwemmungen im südlichen Louisiana. (Foto: dpa)

New York/New Orleans (dpa) - Extreme Unwetter nach Hurrikan „Ida“ haben in der Millionenmetropole New York nie da gewesene Überschwemmungen ausgelöst und auch anderswo im Nordosten der USA Verwüstungen angerichtet. Bürgermeister Bill de Blasio rief am späten Mittwochabend den Notstand aus. Der Nationale Wetterdienst (NWS) erklärte angesichts der lebensbedrohlichen Lage erstmals für die Stadt und die Umgebung einen Sturzflut-Notfall. Medien berichteten von mindestens sieben Toten nach den Unwettern in New York.

Während der Rekordregen New York lahmlegte und auch den Spielplan der US-Open im Tennis störte, sorgten in New Jersey Überflutungen und ein Tornado für Chaos. Auch in New Jersey sowie im Bundesstaat New York galt der Notstand.

Straßen und Wohnungen standen teilweise etwa einen Meter unter Wasser, der U-Bahnverkehr kam komplett zum Erliegen. Auf Videos war zu sehen, wie die Wassermassen U-Bahnstationen überfluteten.

„Ida“ war am Sonntag als gefährlicher Hurrikan der Stärke vier von fünf südwestlich von New Orleans auf die Küste des südlichen Bundesstaates Louisiana getroffen. Danach schwächte sich der Sturm ab und zog weiter nach Nordosten. Wegen der massiven Stromausfälle hat die Großstadt New Orleans vorübergehend eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Polizei begründete den Schritt mit der öffentlichen Sicherheit. Es sei derzeit nachts auf den Straßen nicht sicher, hieß es. Außerdem wolle die Polizei Plünderungen verhindern.

Der Blackout trifft die Stadt ausgerechnet während der Sommerhitze, in der die meisten der rund 400.000 Einwohner auf elektrische Klimaanlagen angewiesen sind. In der Stadt wurden Temperaturen um die 30 Grad erwartet, wegen der großen Feuchtigkeit könne sich das aber wie 40 Grad anfühlen, hieß es. An verschiedenen Standorten und in geparkten klimatisierten Bussen könnten sich Bürger abkühlen. In ganz Louisiana waren weiter rund eine Million Haushalte wegen der Sturmschäden ohne Strom.

Bislang wurden in Louisiana und im benachbarten Bundesstaat Mississippi vier Tote infolge des Sturms gemeldet. Angesichts der großen Schäden befürchteten die Behörden aber, dass die Opferzahl steigen könnte.


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