Kontinent in Kürze

NICARAGUA

Ortega vereidigt

Managua - Nach seiner umstrittenen Wiederwahl ist Nicaraguas Präsident Daniel Ortega für eine vierte Amtszeit in Folge vereidigt worden. Der 76-Jährige legte seinen Eid am Montag auf dem Platz der Revolution in der Hauptstadt Managua ab. Vor der Vereidigung kündigten die EU und die USA weitere Sanktionen gegen Unterstützer des autoritär regierenden Ortega an, die für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sein sollen.


BOLIVIEN

Protest gegen Impfnachweis

La Paz - Zahlreiche Bauern in Bolivien haben gegen die geplante Einführung eines Impfnachweises demonstriert. Zudem forderten die Frauen und Männer in überwiegend traditioneller Kleidung vor dem Gesundheitsministerium am Regierungssitz in La Paz den Rücktritt von Gesundheitsminister Jeyson Auza, wie die bolivianische Zeitung „El Deber“ am Dienstagabend berichtete. Demnach drohten die Demonstranten mit Straßenblockaden, sollte die Regierung zwei Dekrete nicht aufheben, wonach unter anderem Supermärkte, Banken und Hochschulen ausschließlich mit einem Corona-Impfpass und einem PCR-Test betreten werden dürfen.


BRASILIEN

Felsunglück

Capitólio - Die Zahl der Toten nach einem Unglück in Brasilien, bei dem eine Felswand auf Ausflugsboote stürzte, ist auf zehn gestiegen. Taucher fanden zwei noch Vermisste, wie die Feuerwehr am Sonntagabend mitteilte. Bei den Toten und Vermissten handle es sich neben dem Bootsführer um ein Ehepaar, deren Sohn und einen Enkel sowie weitere Verwandte und Freunde, sagte der regionale Verantwortliche der Polizei, Marcos Pimenta, auf einer Pressekonferenz.


KOLUMBIEN

Angriff auf Polizei-Lkw

Cali - Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Lastwagen der Polizei in der kolumbianischen Metropole Cali sind 13 Polizisten verletzt worden. Dies teilte Kolumbiens Polizeidirektor Jorge Luis Vargas auf Twitter in der Nacht zu Samstag mit. Kolumbiens Präsident Iván Duque sprach von einem „feigen Terroranschlag“. Medienberichten zufolge hat sich die Guerilla-Organisation ELN zu dem Anschlag bekannt. Es sei das klare Interesse der ELN, die Wahlen mit der Unterstützung sozialistischer und kommunistischer Diktaturen zu beeinflussen, teilte Duque mit.


MEXIKO

Über 300.000 Corona-Toten

Mexiko-Stadt - Als fünftes Land der Welt hat Mexiko in der Coronavirus-Pandemie inzwischen mehr als 300.000 Todesopfer registriert. Der nordamerikanische Staat meldete am vorigen Freitag 131 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl bei 300.101 lag. Mehr Todesopfer infolge einer Covid-19-Erkrankung haben bisher nur die USA, Brasilien, Indien und Russland verzeichnet. In Mexiko wird äußerst wenig auf das Coronavirus getestet. Dennoch nahm die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen zuletzt deutlich zu. Am vorigen Freitag stieg sie um 28.023 auf 4.083.118.


VENEZUELA

Oppositionskandidat siegt

Barinas - Der Oppositionskandidat Sergio Garrido hat bei der Wiederholung der Wahl in dem venezolanischen Bundesstaat Barinas, Heimat des ehemaligen Staatschefs Hugo Chávez, gewonnen. Der Vertreter des Oppositionsbündnis MUD erreichte nach Angaben der obersten Wahlbehörde CNE von der Nacht auf Montag 55,4 Prozent der Stimmen, der ehemalige Außenminister Jorge Arreaza von den in Venezuela regierenden Sozialisten 41,3 Prozent. (dpa/mc)

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