Kontinent in Kürze

BRASILIEN

Bolsonaro aus Krankenhaus entlassen

São Paulo - Präsident Jair Bolsonaro ist am Mittwoch nach zwei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 66-Jährige hatte sich am Montag wegen eines Darmverschlusses aus dem Urlaub zur Behandlung in eine Klinik nach São Paulo begeben müssen. Nun veröffentlichte der rechtspopulistische Politiker auf Twitter ein Foto, das ihn zusammen mit seinen Ärzten zeigt. Alle halten den Daumen nach oben. Nach Angaben der Regierung war kein chirurgischer Eingriff erforderlich. Bolsonaro war bereits im Juli wegen eines Darmverschlusses in der Klinik mehrere Tage lang behandelt worden. Die Beschwerden gehen nach seinen Angaben auf einen Messerangriff im Wahlkampf 2018 zurück.


HAITI

Verdacht auf Präsidentenmord

Miami - Ein halbes Jahr nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse ist ein kolumbianischer Verdächtiger in den USA festgenommen worden. Dem 43-Jährigen wird vor einem Bundesgericht in Florida unter anderem Verschwörung zum Mord oder zur Entführung außerhalb der Vereinigten Staaten vorgeworfen, wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte.


KOLUMBIEN

Guerrillakämpfe

Arauca - Bei Auseinandersetzungen zwischen Guerrillakämpfern in Kolumbien sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Das sei die Bilanz von Kämpfen zwischen den linken Organisationen Farc und ELN am Sonntag an mehreren Orten in einer ländlichen Gegend nahe der Grenze zu Venezuela, teilte die Verwaltung des Departments Arauca am Montag auf Twitter mit. Diese sprach von Terrorakten und rief dazu auf, die Zivilbevölkerung aus dem Konflikt rauszuhalten. Es war zunächst unklar, ob es sich bei den Opfern um Kämpfer oder Einwohner handelte.


KUBA

Impfung plus PCR-Test

Havanna - Wegen der weltweiten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verschärft Kuba seine Einreisebestimmungen. Ab Mittwoch müssen nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums Einreisende eine vollständige Impfung sowie einen negativen PCR-Test nachweisen, der bei Reiseantritt nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf. Außerdem sollen bei Ankunft auf Kuba stichprobenartige PCR-Tests bei Reisenden aus Hochrisikogebieten gemacht werden.


MEXIKO

Mehr Asylanträge denn je

Mexiko-Stadt - Mexiko hat im abgelaufenen Jahr die mit Abstand höchste Zahl an Asylanträgen in seiner Geschichte registriert. Von Januar bis Dezember 2021 wurden in dem Land 131.448 Anträge gestellt, wie die Flüchtlingsbehörde Comar am Montag mitteilte. Die bisherige Rekordmarke von 2019 - damals waren es gut 70.000 Anträge gewesen - wurde damit fast verdoppelt. Zum häufigsten Herkunftsland mit fast 52.000 Asylsuchenden avancierte Haiti, gefolgt von Honduras.


BRASILIEN

Kein Straßenkarneval in Rio

Rio de Janeiro - Rio de Janeiro hat wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge den weltberühmten Straßenkarneval abgesagt. Bürgermeister Eduardo Paes gab die Entscheidung nach einem Treffen mit Vertretern von Karnevalsgruppen in einer Übertragung in sozialen Medien am Dienstag bekannt. Zur Begründung hieß es, Einlasskontrollen und die Einhaltung anderer Corona-Maßnahmen beim Straßenkarneval, für den sich in Rio Hunderte Gruppen angemeldet hatten, seien praktisch unmöglich. Die Entscheidung des Bürgermeisters wurde dem brasilianischen Fernsehen zufolge von den „Blocos“ genannten Gruppen trotz Trauer über den Ausfall des Straßenfests gut angenommen. (dpa/mc)

2 visualizaciones