Kontinent in Kürze

PARAGUAY

Deutsche getötet

Asunción/Berlin - Brutaler Raubmord im Herzen von Südamerika: Unbekannte Täter haben im Süden von Paraguay einen Deutschen und seine Tochter getötet. Die Leichen des 62-Jährigen und des 14 Jahre alten Mädchens wurden von einem Freund im Haus der Familie rund 30 Kilometer von Asunción entdeckt, wie der Fernsehsender ABC berichtete. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Dienstag den Tod zweier Deutscher. Der Vorfall habe sich bereits am 22. Oktober ereignet, die örtliche Botschaft habe den Fall konsularisch betreut. Die Polizei gehe nach ersten Erkenntnissen von Raub als möglichem Motiv aus, zitierten örtliche Medien die Ermittler. Bei dem getöteten Deutschen handelte es sich um einen Wissenschaftler aus Bayern.


BRASILIEN

Bankräuber getötet

Varginha - Die Sicherheitskräfte in Brasilien haben nach eigenen Angaben 25 mutmaßliche Bankräuber getötet. Die Verdächtigen hätten einen Bank-

überfall geplant und seien in der Stadt Varginha im Südosten des Landes von Beamten überrascht worden, teilte eine Sprecherin der Militärpolizei des Bundesstaates Minas Gerais am Sonntag in sozialen Medien mit. Es seien zahlreiche Waffen sowie Sprengstoff und kugelsichere Westen beschlagnahmt worden. Es handelte sich demnach um den wohl größten Einsatz gegen organisierte Bankräuber in der Geschichte des Landes.


MEXIKO

Wieder Journalist getötet

San Cristóbal de las Casas - Erneut ist in Mexiko ein Journalist getötet worden. Fredy López wurde vor wenigen Tagen vor seinem Zuhause in der südmexikanischen Stadt San Cristóbal de las Casas von einem Unbekannten erschossen, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chiapas mitteilte. Nach Berichten örtlicher Medien geschah die Tat vor den Augen der Ehefrau und der zwei Kinder von López, der von der Geburtstagsfeier seiner Mutter heimkehrte. Der 58-Jährige hatte in den 1980er und 1990er Jahren für verschiedene nationale und lokale Medien gearbeitet, darunter als Mittelamerika-Korrespondent für die Nachrichtenagentur Notimex und die Zeitung „El Universal“. Später gründete er die Zeitschrift „Jovel“, die vor wenigen Monaten eingestellt wurde.

BRASILIEN

Bolsonaro trifft Salvini

Pistoia - Nach seinem umstrittenen Besuch im norditalienischen Dorf Anguillara Veneta hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro einen Gedenkort für gefallene Soldaten in der Toskana besichtigt. Umjubelt von einigen seiner Anhänger fuhr der 66-Jährige am Vormittag in die Stadt Pistoia nordwestlich von Florenz und wurde am Gedenkort vom Parteichef der rechten Lega, Matteo Salvini, empfangen, wie auf Videos zu sehen war. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge demonstrierten im Zentrum Pistoias etwa 200 Menschen gegen den Besuch des brasilianischen Staatschefs.


KOLUMBIEN

Tote nach Erdrutsch

Mallama - Bei einem Erdrutsch im Südwesten Kolumbiens sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte der Katastrophenschutz des Landes am Dienstagabend mit. Zehn Personen seien zudem verletzt worden, bis zu 20 Personen würden vermisst. Zudem seien zwei Häuser zerstört worden. Heftiger Regen hatte den Erdrutsch im Weiler San Miguel in der Gemeinde Mallama im Department Nariño an der Grenze zu Ecuador ausgelöst, wie die kolumbianische Zeitung „El Espectador“ berichtete. Demnach wurden ein Hotel, ein Restaurant und eine Billardstube verschüttet. (dpa/mc)


1 visualización