Kontinent in Kürze

BRASILIEN

Amazonas-Schutz versprochen

Rio de Janeiro - Kurz vor dem Start der UN-Klimakonferenz COP26 hat Brasiliens international unter Druck geratene Regierung Maßnahmen zum Erhalt des Amazonasgebiets versprochen. Die brasilianische Delegation wird Vizepräsident Hamilton Mourão zufolge bei der COP ankündigen, die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwalds bis 2027 oder 2028 zu beenden. Präsident Jair Bolsonaro hatte im April beim Klimagipfel von US-Präsident Joe Biden noch 2030 als Ziel genannt. „Ein ehrgeizigeres Ziel wäre bei der internationalen Gemeinschaft meiner Meinung nach sehr willkommen“, sagte Mourão bei einer Pressekonferenz am Montag.


GUATEMALA

Ausnahmezustand

El Estor - Guatemalas Präsident Alejandro Giammattei hat nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei wegen eines Minenprojekts den Ausnahmezustand in dem Department Izabal im Nordosten des mittelamerikanischen Landes ausgerufen. Die Maßnahme gilt für 30 Tage und beinhaltet unter anderem eine Ausgangssperre von 18 Uhr bis 6 Uhr sowie ein Versammlungsverbot, wie aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt „Diario de Centro América“ am Sonntag hervorging. Der Kongress, der laut der Zeitung „Prensa Libre“ innerhalb von drei Tagen über das Dekret entscheiden muss, lud die Abgeordneten für Montag zu einer außerordentlichen Sitzung.


KOLUMBIEN

Drogenboss gefasst

Bogotá - Sicherheitskräfte haben in Kolumbien einen der mächtigsten Drogenhändler des südamerikanischen Landes gefasst. „Es ist der entscheidendste Schlag, der dem Drogenhandel in diesem Jahrhundert versetzt wurde“, sagte der kolumbianische Präsident Iván Duque in einer Pressekonferenz. „Er ist nur mit dem Fall von Pablo Escobar in den 90er Jahren vergleichbar.“ Escobar starb 1993 bei einem Polizeieinsatz über den Dächern von Medellín. (dpa/mc)


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