Kontinent in Kürze

Actualizado: 27 oct 2021

BRASILIEN / KOLUMBIEN

Gemeinsam für Amazonas-Gebiet

Brasília - Der kolumbianische Präsident Iván Duque und Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro wollen bei der Weltklimakonferenz COP26 bei Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel und zum Schutz des Amazonasgebiets an einem Strang ziehen. "Mit Sicherheit werden wir vereint in Glasgow eintreffen, um ein sehr wichtiges Thema zu behandeln, das uns allen am Herzen liegt: unser geliebtes, reiches und begehrtes Amazonasgebiet", sagte Bolsonaro am Dienstag nach einem Treffen mit Duque in Brasília. Bolsonaro und sein kolumbianischer Amtskollege pochten zugleich auf die Souveränität des Amazonasgebiets und seiner Anrainer.


ECUADOR

Ausnahmezustand

Quito - Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso hat im Kampf gegen die Kriminalität in dem südamerikanischen Land den Ausnahmezustand verhängt. "In den Straßen Ecuadors gibt es nur einen Feind: den Drogenhandel", sagte Lasso am Montagabend in einer TV-Ansprache. Der Ausnahmezustand soll demnach zunächst für 60 Tage gelten. Er sieht unter anderem vor, dass in besonders betroffenen Provinzen neben der Polizei auch das Militär auf den Straßen für Sicherheit sorgen soll.


BRASILIEN

Vorwürfe gegen Bolsonaro

Brasília - In Brasilien hat ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik schwere Vorwürfe gegen Präsident Jair Bolsonaro erhoben und eine Anklage empfohlen. Im Abschlussbericht, den Senator Renan Calheiros am Mittwoch einreichte, werden Bolsonaro neun teilweise schwere Verbrechen während der Corona-Pandemie zu Last gelegt. Insgesamt sollen laut der Empfehlung weitere 65 Personen und Geschäftsleute sowie zwei Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden.

GUATEMALA

Krawalle

Guatemala-Stadt - Aufgebrachte Veteranen haben bei einer Demonstration vor dem Kongress in Guatemala-Stadt randaliert. Die Männer warfen Steine, beschädigten die Türen des Parlamentsgebäudes und steckten auf dem Parkplatz mehrere Autos in Brand, wie die Zeitung "Prensa Libre" am Dienstag berichtete. Die Polizei feuerte Tränengas in die Menge. Mehrere Angreifer wurden festgenommen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Ex-Soldaten forderten eine Entschädigung in Höhe von 120.000 Quetzal (13.300 Euro) für ihren im Bürgerkrieg geleisteten Dienst.


MEXIKO

Transgener Mais verboten

Mexiko-Stadt - Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais bleibt in Mexiko verboten. Der Oberste Gerichtshof des lateinamerikanischen Landes lehnte einen Einspruch der Agrarkonzerne Monsanto, Syngenta, Dow Agrosciencies und PHI-Mexiko ab. Es handele sich um ein "historisches Urteil", hieß es in einer vor wenigen Tagen veröffentlichen Mitteilung des Umweltministeriums. Die Unternehmen hatten eine Gerichtsentscheidung von 2013 angefochten. Damals war der Anbau gestoppt worden, solange die Klage eines Kollektivs zum Schutz des einheimischen Maises läuft.


CHILE

Demonstrationen

Santiago de Chile - Zwei Jahre nach Beginn der heftigen Proteste gegen die konservative Regierung sind in Chile erneut Tausende Menschen auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Santiago de Chile errichteten Demonstranten am Montag Barrikaden und schleuderten Steine und Feuerwerkskörper auf die Sicherheitskräfte, wie auf von der Polizei veröffentlichten Videos zu sehen war. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein. Nach Einschätzung der Behörden beteiligten sich bis zu 10.000 Menschen an der Demonstration. Die Polizei hatte rund 5000 Beamte im Einsatz.

VENEZUELA

Dialog unterbrochen

Caracas - Die venezolanische Regierung hat den Dialog mit der Opposition nach der Auslieferung eines Vertrauten von Präsident Nicolás Maduro an die USA vorerst abgebrochen. "Aus Protest gegen die Aggression werden wir an der für morgen geplanten Verhandlungsrunde nicht teilnehmen", sagte Delegationschef Jorge Rodríguez. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Alex Saab von den Kapverdischen Inseln in die Vereinigten Staaten abgeschoben worden war.


NICARAGUA

Diktatur-Vorwurf

Luxemburg - Nicaraguas Präsident Daniel Ortega hat nach Einschätzung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell "eine der schlimmsten Diktaturen der Welt" errichtet. Ortega und seine als Vizepräsidentin amtierende Frau Rosario Murillo hätten die politische Opposition eliminiert, um sich den Sieg bei der im November anstehenden Wahl zu sichern, sagte Borrell am Montag nach Beratungen der EU-Außenminister in Luxemburg. Die politischen Gegner würden in dem mittelamerikanischen Land einfach eingesperrt. Die bevorstehenden Wahlen seien "Fake-Wahlen, organisiert von einer Diktatur". (dpa/mc)


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