Kontinent in Kürze

CHILE

Welle der Gewalt

Santiago de Chile - Angesicht einer Welle der Gewalt hat die chilenische Regierung im Süden des Landes den Notstand ausgerufen. Damit dürfen die Streitkräfte in den kommenden zwei Wochen die Polizei in den Provinzen Biobío, Arauco, Malleco und Cautín unterstützen, wie Präsident Sebastián Piñera am Dienstag sagte. Soldaten sollen in der Region nun logistische Hilfe leisten und die Polizei bei Patrouillen begleiten. „Dieser verfassungsmäßige Ausnahmezustand dient der besseren Bekämpfung von Terrorismus, Drogenhandel und organisierter Kriminalität und richtet sich in keinem Fall gegen ein Volk oder eine Gruppe friedlicher Bürger“, sagte der Staatschef.


GUATEMALA

Migranten aus Container befreit

Nueva Concepción - In einem verlassenen Lastwagen-Anhänger an einem Straßenrand in Guatemala sind 126 Migranten entdeckt worden. Polizisten hörten Schreie und Klopfen aus dem Container und befreiten die Menschen, wie die Polizei des mittelamerikanischen Landes am Samstag mitteilte. Menschenschmuggler hätten die Migranten dort, an der Straße zwischen zwei Kleinstädten im Süden Guatemalas, im Stich gelassen, hieß es. Es handelte sich demnach um 109 Haitianer sowie elf Menschen aus Nepal und neun aus Ghana. Sie seien in Herben der Einwanderungsbehörde gebracht worden.


BRASILIEN

90 Jahre Christus-Statue

Rio de Janeiro - Rio hat den 90. Geburtstag der Cristo-Statue mit einer Messe in der Kathedrale von Rio de Janeiro gefeiert. Weil es in den vergangenen Tagen regnete, war der Gottesdienst von den Füßen der Statue auf dem Corcovado-Berg in das Gebäude verlegt worden, wie die brasilianische Nachrichtenagentur „Agência Brasil“ am Dienstag berichtete. Kardinal Orani João Tempesta nahm das Bild der Wolken, die die Christusstatue zuletzt umhüllten, in seiner Predigt demnach auf. „In dieser Zeit der Pandemie, in der wir bereits mit Optimismus, mit Vertrauen in die Impfung in die Zukunft blicken, wollen wir auch die dunklen Wolken des vergangenen Jahres sehen“, sagte er.

BRASILIEN

Mehr als 600.000 Corona-Tote

Brasília - Brasilien hat die Marke von 600.000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind 600.425 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend hervorgeht. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert. Am Tag kommen in Brasilien derzeit rund 500 Tote dazu.


HAITI

Über 10.000 Haitianer rückgeführt

Port-au-Prince - Mehr als 10 000 haitianische Migranten sind binnen weniger als einem Monat in ihre Heimat zurückgeschickt worden. Allein aus den USA wurden 7621 Menschen seit dem 19. September zurück in den armen Karibikstaat geflogen, wie die UN-Organisation für Migration (IOM) am Montag mitteilte. Zudem wurden unter anderem aus Kuba 1194 Haitianer und von den Bahamas 797 zurückgeschickt. 19 Prozent aller Zurückgeschickten seien Kinder.

USA / MEXIKO

Neue Zusammenarbeit

Mexiko-Stadt - Nach einigen Unstimmigkeiten haben die USA und Mexiko eine neue Vereinbarung über Zusammenarbeit vor allem in Sicherheitsfragen getroffen. Bei einem Besuch des US-Außenministers Antony Blinken sowie des Justiz- und des Heimatschutzministers der USA in Mexiko-Stadt zu Sicherheitsgesprächen gaben die Nachbarländer am Freitag eine gemeinsame Erklärung ab. Demnach wollen sie zusammen unter anderem das organisierte Verbrechen und die Drogenabhängigkeit bekämpfen sowie jungen Menschen Alternativen bieten.


BRASILIEN

Pilgerfahrt

São Paulo - Mehr als 15 000 Brasilianer sind in den vergangenen Tagen in Richtung des Wallfahrtsortes Aparecida gepilgert. Dies berichtete das Nachrichtenportal „G1“ unter Berufung auf die Verwaltung der Bundesstraße „Presidente Dutra“, die durch Teile der Bundesstaaten Rio de Janeiro und São Paulo führt, am Montag. Der 12. Oktober ist in Brasilien Feiertag zu Ehren der Schutzheiligen des Landes. (dpa/mc)


0 visualizaciones