Kontinent in Kürze

KOLUMBIEN

Schwere Zusammenstöße

Bogotá - Demonstranten und die Polizei haben sich in Bogotá heftige Auseinandersetzungen geliefert. Die Protestierenden schleuderten am Montag Steine auf die Beamten, die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Im Süden der Millionenmetropole bedrohten Demonstranten mehrere Busfahrer mit Messern und kaperten fünf Busse, wie der Fernsehsender Caracol berichtete. Bogotás grüne Bürgermeisterin Claudia López warf der linken Partei Colombia Humana vor, die Demonstranten zur Gewalt anzustacheln und Chaos zu stiften. „Weder Bogotá noch Kolumbien haben diese Art von destruktivem Wahlkampf verdient, um die Präsidentschaft zu erlangen“, schrieb sie auf Twitter. „Respektiert die Bürger und die öffentlichen Güter.“


BRASILIEN

Polizei tötet Schwerverbrecher

Águas Lindas de Goiás - Nach fast drei Wochen auf der Flucht hat die Polizei im Zentrum von Brasilien einen Schwerverbrecher getötet. Lázaro Barbosa wurde bei einem Zugriff der Polizei in Águas Lindas de Goiás nahe der Hauptstadt Brasília erschossen, wie das Nachrichtenportal G1 am Montag berichtete. Er habe Widerstand bei seiner Festnahme geleistet und sei getötet worden, schrieb der Direktor des Geheimdienstes Abin, Alexandre Ramagem, auf Twitter. Der 32-Jährige soll am 9. Juni im benachbarten Ceilândia vier Mitglieder einer Familie getötet haben. (dpa/mc)


MEXIKO / USA

Harris an der Grenze

El Paso - US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat bei einem Besuch an der Grenze zu Mexiko eine geordnete und menschliche Einwanderungspolitik versprochen. Ein Schlüsselelement sei, die Ursachen anzupacken, die Menschen dazu veranlassten, ihre Heimatländer in Richtung der USA zu verlassen, sagte Harris am Freitag in El Paso in Texas. Dazu gehörten Gewalt, Korruption und das Fehlen einer wirtschaftlicher Perspektive. Deswegen habe sie vor ihrem Besuch der Grenzregion zunächst Guatemala und Mexiko besucht, von wo viele Migranten stammten.


MEXIKO

18 Tote bei Bandenstreit

Valparaíso - Bei einem mutmaßlichen Kampf zwischen kriminellen Gruppen sind in Mexiko nach ersten Informationen mindestens 18 Menschen getötet worden. Das berichteten örtliche Medien am Freitag unter Berufung auf die Polizei des Bundesstaates Zacatecas. Die Leichen wurden demnach zusammen mit zwei verbrannten Kleintransportern in einer ländlichen, gebirgigen Gegend Zentralmexikos gefunden. Unter ihnen sollen Angehörige des Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG), einer der größten Gruppen der organisierten Kriminalität in Mexiko, gewesen sein. Die näheren Hintergründe waren zunächst unklar.


MEXIKO

Cannabis-Verbot verfassungswidrig

Mexiko-Stadt - Mexikos Oberster Gerichtshof hat das gesetzliche Verbot des Konsums von Cannabis für verfassungswidrig erklärt. Fünf entsprechende Passagen im allgemeinen Gesundheitsgesetz des Landes seien unzulässig, entschieden die Richter am Montag mit neun zu zwei Stimmen. Das Rauchen und anderweite Konsumieren von Cannabis-Produkten wie Marihuana ist damit allerdings nicht allgemein freigegeben, sondern es müssen Genehmigungen bei der staatlichen Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) eingeholt werden. Der Handel mit den Drogen bleibt zudem verboten.


KOLUMBIEN

ELN-Anführer tritt ab

Havanna/Bogotá - Der Chef der kolumbianischen Rebellengruppe ELN hat seinen Rückzug erklärt. Er befinde sich in Kuba in medizinischer Behandlung und könne seine bisherige Aufgabe nicht länger wahrnehmen, teilte Nicolás Rodríguez Bautista alias „Gabino“ am Donnerstag mit. Der 71-Jährige war bereits Mitte 2018 für die Friedensgespräche mit der kolumbianischen Regierung nach Kuba gereist und hält sich seitdem größtenteils auf der Karibikinsel auf. Neuer Kommandeur der ELN wird Antonio García. Der 65-Jährige war in Abwesenheit wegen eines Massakers zu 40 Jahren und wegen einer Flugzeugentführung zu 30 Jahren Haft verurteilt. (dpa/mc)


4 vistas