• Argentinisches Tageblatt

Kontinent in Kürze

BRASILIEN

Mehr als 300.000 Corona-Tote

Rio de Janeiro - Als zweites Land der Welt nach den USA hat Brasilien die Grenze von 300.000 registrierten Corona-Toten überschritten. 300.685 Menschen seien seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Nur in den Vereinigten Staaten sind mit rund 545.000 Todesfällen dem Virus bislang mehr Menschen zum Opfer gefallen. Brasilien hatte am Dienstag erstmals die Marke von 3000 Toten innerhalb von 24 Stunden überschritten. Im größten Land Lateinamerikas haben sich nachweislich über 12,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den meisten Bundesstaaten sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, einen landesweiten Lockdown lehnt er aus wirtschaftlichen Gründen ab.


EL SALVADOR

Sieg für Bukele

San Salvador - El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat mit seiner neuen Partei bei der Parlamentswahl einen deutlichen Sieg errungen. Nuevas Ideas (Neue Ideen) verfehlte die Zweidrittel-Mehrheit nur um einen Sitz, wie die Wahlbehörde des mittelamerikanischen Landes bei der Bekanntgabe des Endergebnisses am vorigen Freitag mitteilte. Demnach kommt die Regierungspartei künftig auf 55 der 84 Sitze im Parlament. Zusammen mit den sechs Abgeordneten der ihr nahe stehenden Gana-Partei hätte Bukeles Partei sogar eine Zweidrittel-Mehrheit und könnte damit unter anderem Richter am Obersten Gerichtshof ernennen. Die traditionell großen Parteien kassierten bei der Wahl vor knapp drei Wochen hingegen drastische Niederlagen. Der rechten Arena-Partei bleiben nur noch 14 und der linken FMLN lediglich 4 Sitze.


VENEZUELA / KOLUMBIEN

Kämpfe im Grenzgebiet

San Fernando de Apure - Bei Kämpfen zwischen dem venezolanischen Militär und bewaffneten kolumbianischen Banden sind im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien mindestens drei Menschen getötet worden. Bei Zusammenstößen in der Gemeinde José Antonio Páez im südwestlichen Bundesstaat Apure seien ein Major und ein Leutnant ums Leben gekommen, hieß es in einer vom venezolanischen Verteidigungsminister Vladimir Padrino gezeichneten Mitteilung auf Twitter am Montag. Demnach seien auch mehrere Militärangehörige verwundet worden. Zudem sei auch einer der Köpfe der Banden, bekannt als „El Nando“, „neutralisiert“ worden.


HONDURAS

Umweltaktivist getötet

San Antonio de Cortés - Im Norden von Honduras ist ein indigener Umweltaktivist getötet worden. Nach Angaben der Polizei vom Montag wurde ein mutmaßlicher Drahtzieher des Mordes an Juan Carlos Cerros inzwischen festgenommen. Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Der 41-jährige Vertreter des indigenen Volkes der Lenca sei nahe der Stadt San Antonio im Departement Cortés in der Nacht zum Montag auf der Straße vor den Augen seiner Kinder erschossen worden, meldete die Zeitung „La Prensa“. Cerros war Präsident der Organisation Vereinigte Gemeinschaften Río Ulúa und setzte sich gegen das Wasserkraftwerk von El Tornillito ein. (dpa/mc)



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