• Argentinisches Tageblatt

Kontinent in Kürze

KOLUMBIEN

Farc selbstkritisch

Bogotá - Mehrere ehemalige Führungsmitglieder der kolumbianischen Guerilla-Organisation Farc haben die Praxis der Entführung als "schweren Fehler" bezeichnet, den sie nur bedauern könnten. "Die Entführung hat nur eine tiefe Wunde in den Seelen der Betroffenen hinterlassen und hat unsere Glaubwürdigkeit und Legitimität verletzt", hieß es am Montagabend in einer Erklärung in sozialen Netzwerken. Zudem baten sie die Opfer und deren Familien um Entschuldigung. Der Begriff Entführung wurde von der Guerilla-Organisation sonst vermieden - sie sprach von vorübergehender Freiheitsberaubung.


VENEZUELA

"US-Spion" festgenommen

Caracas - Venezuelas Sicherheitsbehörden wollen einen mutmaßlichen "US-amerikanischen Spion" festgenommen haben, der angeblich Sabotage-Aktionen gegen das Erdöl-Land plante. Dies teilte die venezolanische Generalstaatsanwaltschaft am Montag über Twitter mit. Generalstaatsanwalt Tarek William Saab zufolge hatte der US-Bürger bei der Festnahme schwere Waffen sowie Fotos von Ölanlagen und militärischen Einrichtungen in den Bundesstaaten Zulia und Falcón bei sich gehabt. Ihm würden unter anderem terroristische Verbrechen und illegaler Waffenhandel vorgeworfen. Wie Saab weiter ausführte, soll der Verdächtige mit dem US-Geheimdienst CIA zusammenarbeiten, der Söldnerfirma MVM angehört haben und im Irak gewesen sein.


BRASILIEN

Lula erneut angeklagt

Curitiba - Im Zuge der Ermittlungen zum größten Korruptionsskandal Lateinamerikas, "Lava Jato" (Autowäscherei), hat die Staatsanwaltschaft in der Stadt Curitiba Brasiliens ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva erneut wegen Geldwäsche angeklagt. Lula wird vorgeworfen, als Spenden getarnte Bestechungsgelder im Wert von vier Millionen Reais, umgerechnet rund 640.000 Euro, angenommen zu haben, wie aus der Mitteilung der Staatsanwaltschaft am Montag hervorging. Demnach wurden zwischen 2013 und 2014 vier Überweisungen von dem Baukonzern Odebrecht an das "Instituto Lula" getätigt.


MEXIKO

Referendum zu Anklagen

Mexiko-Stadt - Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat eine Volksbefragung zu möglichen Korruptionsanklagen gegen fünf seiner Amtsvorgänger beantragt. Die Bürger des Landes sollten entscheiden, ob die fünf ehemaligen Staats- und Regierungschefs wegen Schäden durch ihre neoliberale Politik vor Gericht gebracht werden sollen, sagte der Linkspopulist López Obrador am Dienstag in seiner täglichen Pressekonferenz. Er habe einen entsprechenden Antrag beim Senat eingereicht. Der Oberste Gerichtshof muss entscheiden, ob dies mit der Verfassung vereinbar ist. Betroffen wären Carlos Salinas, Ernesto Zedillo, Vicente Fox, Felipe Calderón und Enrique Peña Nieto.

PARAGUAY

Indigene lehnen Angebot ab

Asunción - Mit der Entführung des früheren Vize-Staatschefs wollten linke Rebellen in Paraguay Lebensmittelhilfen für indigene Gemeinden erzwingen - doch die wehren sich nun gegen ihre politische Vereinnahmung. Die Koordinierungsstelle der indigenen Anführer des Bajo Chaco (CLIBCH) stellte sich am Sonntag gegen das Vorhaben der Entführer, die Freilassung von Ex-Vizepräsident Óscar Denis unter anderem an die Verteilung von Lebensmitteln im Wert von zwei Millionen Dollar zu knüpfen. "Wir wollen, dass die Brüder Adelio Mendoza und Óscar Denis befreit werden", erklärte die Koordinierungsstelle nun in sozialen Medien.


PERU

Anruf beim Militär

Lima - Perus Parlamentspräsident Manuel Merino hat versucht, das Militär für eine mögliche Amtsenthebung von Präsident Martín Vizcarra auf seine Seite zu ziehen. Merino bestätigte auf einer Pressekonferenz am Samstagabend, vor der Abstimmung über einen entsprechenden Antrag Kontakt mit dem Militär aufgenommen zu haben. Der Parlamentspräsident könnte selbst Vizcarras Nachfolger im Amt werden. "Andeutungen" über Aktionen zur Destabilisierung der Regierung wies Merino indes zurück. Verteidigungsminister Jorge Chávez Cresta, ein General im Ruhstand, hatte Anrufe Merinos beim Chef der Streitkräfte sowie der Marine zuvor öffentlich gemacht.


EL SALVADOR

Ex-Minister verurteilt

Madrid - Mehr als 30 Jahre nach einem Massaker in El Salvador an sechs Jesuiten und zwei Frauen ist ein früherer Oberst und Vize-Verteidigungsminister zu mehr als 133 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter des Staatsgerichtshofes in Madrid verhängten das hohe Strafmaß gegen Inocente Montano für die Ermordung fünf spanischer Jesuiten. Das Gericht sah den 77-Jährigen auch schuldig am Tod eines salvadorianischen Jesuiten sowie der beiden Frauen. Dafür konnte der Ex-Militär jedoch nicht verurteilt werden, weil die USA ihn 2017 nicht wegen dieser Taten an Spanien ausgeliefert hatten, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am vorigen Freitag berichtete. (dpa/mc)

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