• Argentinisches Tageblatt

Kontinent in Kürze

BOLIVIEN

Blockadeende gefordert

La Paz - In einer gemeinsamen Erklärung haben die Bolivianische Bischofskonferenz, die Europäische Union und die Vereinten Nationen die Beteiligten dazu aufgerufen, die Straßenblockaden in Bolivien aufzuheben. „Wir drängen darauf, jeglichen unangemessenen Druck aufzugeben und die demokratischen Spielregeln einzuhalten“, hieß es in dem Schreiben vom Dienstagabend. Demonstranten, die der linken MAS-Partei des ehemaligen Präsidenten Evo Morales nahe stehen, blockieren seit über einer Woche Dutzende Straßen in verschiedenen Departments. Damit demonstrieren sie für die Einhaltung des Wahltermins am 6. September.

ECUADOR

Ex-Präsident festgenommen

Guayaquil - Zum zweiten Mal innerhalb von gut zwei Monaten ist Ecuadors früherer Präsident Abdalá Bucaram im Rahmen von Ermittlungen zu Straftaten beim Kampf gegen das Coronavirus festgenommen worden. Gegen ihn werde wegen des Verdachts auf Beteiligung an organisiertem Verbrechen ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes am Mittwoch auf Twitter mit. In den Fall seien auch Bucarams Sohn Jacobo und drei Funktionäre der Verkehrsbehörde der Hauptstadt Quito verwickelt. Gegen diese seien Ermittlungen wegen mutmaßlicher Verbindungen zu zwei Staatsbürgern Israels im Mai eingeleitet worden.

VENEZUELA

Wahlbeobachter eingeladen

Caracas/Brüssel - Venezuelas autoritäre Regierung unter Präsident Nicolás Maduro hat die Europäische Union zu einer „Begleitmission“ für die geplante Parlamentswahl im Dezember eingeladen. Dies geht aus einer Erklärung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell vom Dienstag hervor. Die EU reagierte sehr zurückhaltend. „Für eine Wahlbeobachter-Mission braucht die EU Mindestvoraussetzungen an Glaubwürdigkeit, Transparenz und Integration“, sagte Borrell. Im Moment lägen die „Bedingungen für einen transparenten Wahlprozess nicht vor“.

KOLUMBIEN / VENEZUELA

Fast 100.000 Flüchtlinge zurück

Bogota - Mehr als 95.000 Venezolaner, unter denen vermutlich die meisten vor der Wirtschaftskrise ihres Landes nach Kolumbien geflüchtet waren, sind angesichts der Corona-Krise in die Heimat zurückgekehrt. Weitere 42.000 planten eine Rückkehr, hieß es in einer Erklärung der kolumbianischen Migrationsbehörde vor wenigen Tagen. Kolumbien hat offiziell 1,8 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen, mehr als jedes andere Land. Diese Zahl sei nun gesunken, so die Migrationsbehörde.

BRASILIEN

Hilfe für den Libanon

São Paulo - Die brasilianische Regierung hat nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut sechs Tonnen Lebensmittel und Medikamente in den Libanon geschickt. Präsident Jair Bolsonaro nahm selbst an der Zeremonie vor dem Start zweier Flugzeuge der Luftstreitkräfte vom Militärflughafen Cumbia im Großraum São Paulo teil, wie im brasilianischen Fernsehen am Mittwoch zu sehen war. Angeführt wird die Hilfsmission von dem libanesisch-stämmigen Ex-Staatschef Michel Temer.

MEXIKO

Anzeige gegen Peña Nieto

Mexiko-Stadt - Mexikos Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Korruptionsvorwürfen gegen den früheren Präsidenten Enrique Peña Nieto. Der Ex-Chef des staatlichen Ölkonzerns Pemex, Emilio Lozoya, habe Anzeige erstattet, erklärte Mexikos Generalstaatsanwalt Alejandro Gertz Manero am Dienstag in einer Video-Ansprache. Lozoya ist selbst unter anderem wegen des Vorwurfs der Bestechung im Korruptionsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht angeklagt und war vor knapp vier Wochen aus Spanien in sein Heimatland ausgeliefert worden. (dpa/mc)

Wieder mehr Neuinfektionen

Gesundheitsminister bewertet Lage als „besorgniserregend“

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