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Kontinent in Kürze


MEXIKO / USA
Versöhnliche Töne

Mexiko-Stadt - Nach anfänglichen Misstönen haben US-Präsident Joe Biden und der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador beim Nordamerika-Gipfel in Mexiko Einheit demonstriert. Zum Abschluss des trilateralen Treffens gemeinsam mit Kanadas Regierungschef Justin Trudeau lobte López Obrador den Migrationskurs der Biden-Regierung. „Sie sind der erste US-Präsident in einer langen Zeit, der keinen einzigen Meter Mauer gebaut hat“, sagte er am Dienstagabend in Mexiko-Stadt. Bei einem bilateralen Treffen mit Biden am Montag hatte der mexikanische Präsident noch ungewöhnlich undiplomatische Töne gegenüber seinem Gast angeschlagen und mehr Respekt vor Lateinamerika eingefordert.


PERU
Vorermittlungen gegen Präsidentin

Juliaca - Nach blutigen Protesten gegen die Regierung in Peru mit Dutzenden Toten hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen die Interimspräsidentin Dina Boluarte eingeleitet. Es werde geprüft, ob sie sich des Völkermordes, des Mordes und der schweren Körperverletzung strafbar gemacht habe, teilte die Behörde in der Nacht auf Mittwoch mit. Auch gegen Kabinettschef Alberto Otárola, Innenminister Víctor Rojas und Verteidigungsminister Jorge Chávez wurden demnach Vorermittlungen aufgenommen. Vor allem im Süden des Landes hatten sich zuletzt Regierungsgegner immer wieder schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Bislang kamen dabei 45 Menschen ums Leben.


NICARAGUA
Bischof kommt vor Gericht

Managua - Fünf Monate nach seiner Festnahme kommt der regierungskritische Bischof Rolando Álvarez in Nicaragua vor Gericht. Bei der Verhandlung am Dienstag entschied eine Richterin, der 56-Jährige müsse sich wegen Verschwörung zur Untergrabung der nationalen Integrität und Verbreitung von Falschnachrichten verantworten. Álvarez stehe zunächst weiter unter Hausarrest, berichteten lokale Medien unter Berufung auf die Justizverwaltung. Der katholische Bischof der Diözese Matagalpa war demnach bei der Verhandlung anwesend. Im August war der Bischof von der Polizei in seiner Residenz festgenommen worden.


MEXIKO
Sohn von „El Chapo“ verhaftet

Culiacán - Bei der Festnahme eines Sohnes des inhaftierten Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán und den anschließenden Kämpfen zwischen Bandenmitgliedern und den Sicherheitskräften sind 29 Menschen ums Leben gekommen. 19 mutmaßliche Kriminelle und zehn Soldaten seien während des Zugriffs und der stundenlangen Schießereien getötet worden, sagte Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval am vorigen Freitag.

KOLUMBIEN
Zwei Leichen in Linienflugzeug

Bogotá - Im Fahrwerk einer Linienmaschine der kolumbianischen Fluggesellschaft Avianca sind zwei Leichen entdeckt worden. Die beiden Toten seien nach der Landung der Maschine in Bogotá gefunden worden, teilte Avianca am Samstag mit. Die Maschine war aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile gekommen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders Caracol waren die Leichen bereits verwest und wiesen Verbrennungen sowie Hinweise auf Kontakt mit extremer Kälte auf.


BRASILIEN
Pelé-Straße

Rio de Janeiro- Eine Woche nach dem Tod von Pelé ist in Rio de Janeiro eine Straße nach der brasilianischen Fußball-Legende benannt worden. Ein Abschnitt der mehrspurigen Radial Oeste nahe dem Maracanã-Stadion wird auf einer Länge von 1,4 Kilometern künftig Avenida Rei Pelé (König-Pelé-Allee) heißen, wie die Stadtverwaltung von Rio am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Pelé war am vergangenen Donnerstag im Alter von 82 Jahren an Krebs gestorben. Nach einer dreitägigen Staatstrauer und einer 24-stündigen Totenwache im Stadion seines langjährigen Vereins FC Santos war der dreimalige Weltmeister am Dienstag beigesetzt worden.


MEXIKO
Oberste Richterin schrieb ab

Mexiko-Stadt - Nach einer Untersuchung wegen Plagiatsvorwürfen hat die größte Universität Mexikos die Anschuldigungen gegen eine Richterin des Obersten Gerichtshofs bestätigt. Yasmín Esquivel habe einen wesentlichen Teil ihrer Jura-Abschlussarbeit von 1987 abgeschrieben, teilte die staatliche Nationale Universität UNAM am Mittwoch mit. Esquivel hatte zuvor die Vorwürfe zurückgewiesen, die Arbeit eines anderen Studenten weitestgehend kopiert zu haben. (dpa/mc)


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