top of page

Kontinent in Kürze


ECUADOR
Neuer Chef für Strafvollzug

Quito - Nach Kämpfen mit mehr als zwei Dutzend Toten in mehreren Haftanstalten in Ecuador hat die Regierung den Leiter der nationalen Gefängnisverwaltung ausgetauscht. Künftig wird der Strafvollzug im Land von dem Polizeibeamten Guillermo Rodríguez Rodríguez geleitet, wie Präsident Guillermo Lasso am Montag mitteilte. Er ist bereits der fünfte Direktor des Gefängniswesens seit Beginn von Lassos Amtszeit vor eineinhalb Jahren. In der vergangenen Woche waren bei Kämpfen zwischen verfeindeten Banden in zwei Gefängnissen in Ecuador 29 Menschen ums Leben gekommen. Seit Beginn vergangenen Jahres wurden laut einem Bericht der Zeitung „El Universo“ bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Haftanstalten des Landes 386 Menschen getötet.


NICARAGUA
EU-Botschafterin unerwünscht

Brüssel - Die EU hat die Botschafterin des autoritär regierten Nicaragua, Zoila Müller, zur unerwünschten Person erklärt. Damit reagiere man auf die Entscheidung des Landes von Ende September, die EU-Botschafterin zu einer sogenannten Persona non grata zu erklären, hieß es in einer Mitteilung vom Montagabend. Diesen Schritt halte man für ungerechtfertigt. Eine offizielle Begründung von Seiten Nicaraguas hatte es damals nicht gegeben. Man sei weiter offen für einen Dialog mit Nicaragua, vorausgesetzt, dieser werde respektvoll geführt, teilte die EU mit. Zudem bekräftigte der Staatenbund seinen Einsatz für das nicaraguanische Volk sowie für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte.

HAITI
USA raten Bürger zur Ausreise

Port-au-Prince - Wegen der schlechten Sicherheits-, Gesundheits- und Versorgungslage in Haiti hat die US-Regierung ihren Bürgern zum Verlassen des Landes geraten. Das Außenministerium habe außerdem direkt angestellten US-Regierungsmitarbeitern und deren Angehörigen in der Hauptstadt Port-au-Prince vorübergehend die Ausreise ab sofort genehmigt, teilte die US-Botschaft in dem Karibikstaat am vorigen Freitag mit. Anhaltende Instabilität aufgrund von Treibstoffmangel habe unter anderem zu einer Unterbrechung der Verfügbarkeit von medizinischer Versorgung, Trinkwasser und Lebensmitteln geführt, hieß es zur Begründung. Hinzu komme ein neuer Cholera-Ausbruch.


MEXIKO
Blutbad

San Miguel Totolapan - Bewaffnete Angreifer haben eine Kleinstadt im Südwesten von Mexiko überfallen und ein Blutbad angerichtet. 20 Menschen kamen bei der Attacke ums Leben, wie die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Guerrero, Sandra Valdovinos, vor wenigen Tagen im Radiosender W Radio sagte. Die Angreifer feuerten zunächst auf die Fassade des Rathauses in der Ortschaft San Miguel Totolapan und erschossen dann den Bürgermeister, der in einem anderen Haus gerade eine Sitzung mit Beamten leitete. Ermittler vermuteten hinter der Attacke das lokale Verbrechersyndikat „Los Tequileros“, das in Morde, Entführungen und Opiumhandel verwickelt ist.


BRASILIEN
Vereinnahmung beklagt

Brasília - Die katholische Kirche in Brasilien will sich nicht für den Wahlkampf vor der Stichwahl um das Präsidentenamt am 30. Oktober instrumentalisieren lassen. „Religiöse Anlässe dürfen von Kandidaten nicht genutzt werden, damit sie ihre Vorschläge präsentieren“, hieß es in einer Mitteilung der brasilianischen Bischofskonferenz am Dienstag. Durch „religiöse Manipulation“ würden die Werte des Evangeliums herabgemindert und so werde von den wirklichen Problemen in Brasilien abgelenkt. Bestimmte Kandidaten oder Situationen wurden in der Mitteilung nicht genannt. Der rechte Amtsinhaber Jair Bolsonaro, zu dessen Wählerbasis die Evangelikalen gehören, hatte am Wochenende allerdings am „Cirio de Nazaré“ in Belém teilgenommen, mit zwei Millionen Menschen eine der größten religiösen Prozessionen der Welt. (dpa/mc)


0 visualizaciones
bottom of page