Kontinent in Kürze


CHILE

Notstand verlängert

Valaparaíso - Angesichts der anhaltenden Welle der Gewalt im Süden von Chile hat die Regierung den Ausnahmezustand in der Region erneut verlängert. Der Senat des Landes stimmte der siebten Verlängerung am Dienstag zu. Damit dürfen die Streitkräfte in den Provinzen Biobío, Arauco, Malleco und Cautín weiterhin die Polizei unterstützen. Im Süden Chiles kommt es immer wieder zu Brandanschlägen auf Häuser und Fahrzeuge und bewaffneten Angriffen auf Forstarbeiter und Polizisten. Für die Angriffe werden von offizieller Seite teilweise radikale Mapuche-Gruppen verantwortlich gemacht.


KOLUMBIEN / VENEZUELA

Datum für Grenzöffnung

Bogotá/Caracas - Nach der jüngsten Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen wollen Kolumbien und Venezuela am 26. September gemeinsam ihre Grenze wieder öffnen. Dies teilten sowohl der kolumbianische Präsident Gustavo Petro als auch sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro am vorigen Freitag auf Twitter mit. Demnach sollen zuerst die Flugverbindungen und der Frachtverkehr wieder aufgenommen werden. Seit der Wahl Petros zum ersten linken Präsidenten der jüngeren Geschichte Kolumbiens am 19. Juni ist es zu einer schrittweisen Wiederannäherung zwischen den Nachbarländern gekommen.


PARAGUAY

Gefangenenmeuterei

Concepción - Bei einer Gefangenenmeuterei in einer Haftanstalt in Paraguay ist ein Häftling ums Leben gekommen. Dem 26-Jährigen wurde bei dem Kämpfen in dem Gefängnis von Concepción im Zentrum des Landes in die Brust geschossen, wie Polizeichef Vidal Galeano am Mittwoch im Radiosender ABC sagte. Der ebenfalls inhaftierte Bruder des Getöteten und drei Justizbeamte wurden verletzt. Offenbar hatten Mitglieder des brasilianischen Verbrechersyndikats Primer Comando da Capital (PCC) versucht, aus dem Gefängnis zu fliehen. Dabei nahmen sie zwischenzeitlich bis zu 14 Justizbeamte als Geiseln.

KOLUMBIEN / PANAMA

Migration deutlich gestiegen

Panama-Stadt - Angesichts einer dramatischen Zunahme der Migration durch den Darién-Dschungel zwischen Kolumbien und Panama hat das Rote Kreuz vor einer Verstärkung der humanitären Krise gewarnt. „Sollte sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen, würden schätzungsweise eine halbe Million Menschen in Mittelamerika und Mexiko humanitäre Hilfe benötigen“, sagte Martha Keays, Amerika-Regionaldirektorin des Internationalen Roten Kreuzes, einer Erklärung der Hilfsorganisation vom Montagabend zufolge.


NICARAGUA

Sorge über Menschenrechtsverletzungen

Genf/Managua - Die Menschenrechtssituation in Nicaragua verschlechtert sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen immer weiter. „Zu dieser Verschlechterung gehören schwerwiegende Verletzungen der bürgerlichen und politischen Rechte, das Fehlen eines nationalen Dialogs, die Verschärfung der politischen Krise und die Isolierung Nicaraguas von der internationalen Gemeinschaft“, sagte Christian Salazar Volkmann vom UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Dienstag bei der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf.


BRASILIEN

Lula-Unterstützer getötet

Confresa - Wenige Wochen vor der Präsidentenwahl in Brasilien soll ein Anhänger des rechten Staatschefs Jair Bolsonaro einen Unterstützer seines linken Herausforderers Luiz Inácio Lula da Silva im Streit mit Messerstichen und Axthieben getötet haben. Das teilte die Polizei am vorigen Freitag mit. „Auslöser des Verbrechens waren die unterschiedlichen politischen Ansichten“, sagte der verantwortliche Polizeibeamte Victor Oliveira am Freitag in einer Presseerklärung. (dpa/mc)


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