Kontinent in Kürze


BRASILIEN

Bolsonaro vs. Lula

Rio de Janeiro - In Brasilien kommt es bei der Präsidentenwahl Anfang Oktober zu einem Duell zwischen dem rechtspopulistischen Amtsinhaber Jair Bolsonaro und dem linken Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Bolsonaro (67) wurde am Sonntag in Rio de Janeiro offiziell zum Kandidaten der Liberalen Partei gekürt. Lula (76) war zuvor von seiner Arbeiterpartei PT nominiert worden. Bolsonaro hatte sich erst Ende vergangenen Jahres der Liberalen Partei angeschlossen, um überhaupt an der Wahl teilnehmen zu können. Es ist die neunte Partei in Bolsonaros Karriere als Politiker seit 1988.


BRASILIEN

18 Tote bei Polizei-Einsatz

Rio de Janeiro - Bei einem Polizei-Einsatz in einem der größten Armenviertel der Metropole Rio de Janeiro sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Davon seien 16 mutmaßliche Kriminelle gewesen, teilte die Polizei vor wenigen Tagen mit. Bei einem der beiden anderen Opfer handelte es sich demnach um einen Polizisten. Das brasilianische Nachrichtenportal "G1" berichtete zudem von einer getöteten Bewohnerin des "Complexo do Alemão" im Norden Rios.


ECUADOR

Durchsuchung bei Ex-Präsident

Quito - Ermittler haben den Wohnsitz von Ecuadors Ex-Präsidenten Lenin Moreno durchsucht. Die Aktion am Montag fand im Rahmen einer Untersuchung wegen eines mutmaßlichen Veruntreuungsdelikts statt, wie es in einem Tweet der Staatsanwaltschaft hieß. Dieses stehe im Zusammenhang mit dem mutmaßlichem Verschwinden von Gegenständen, die zum nationalen Erbe gehören, aus dem Präsidentenpalast Carondelet in Quito. Moreno wies den Vorwurf zurück. Der linke Politiker war von Mai 2017 bis Mai 2021 Präsident Ecuadors. Aktuell lebt er in Paraguay.


USA / PARAGUAY

Ex-Präsident auf Sanktionsliste

Washington - Die USA setzen den früheren Staatspräsidenten Paraguays, Horacio Manuel Cartes Jara, und dessen erwachsene Kinder wegen schwerer Korruptionsvorwürfe auf die Sanktionsliste. Cartes habe eine internationale Untersuchung über grenzüberschreitende Kriminalität behindert, "um sich und seine kriminellen Partner vor einer möglichen Strafverfolgung und politischem Schaden zu schützen", teilte das US-Außenministerium am vorigen Freitag mit. Damit sei die Stabilität der demokratischen Institutionen Paraguays untergraben worden. (dpa/mc)


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