Kontinent in Kürze

Actualizado: 28 jun


BRASILIEN

Leiche identifiziert

Brasília - Die im Amazonasgebiet in Brasilien entdeckten sterblichen Überreste eines Menschen sind dem vermissten britischen Journalisten Dom Phillips zugeordnet worden. Dies teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Weitere Untersuchungen sollen demnach Aufschluss über die Todesursache geben. Bei weiteren am Tatort entdeckten Leichenteilen handelt es sich vermutlich um die sterblichen Überreste des Indigenen-Experten Bruno Pereira. Die beiden Männer waren zuletzt bei einer Reise in das Javari-Tal im Westen von Brasilien verschwunden. Zwei Verdächtigte wurden daraufhin festgenommen. Einer räumte ein, an dem Mord an den beiden Männern beteiligt gewesen zu sein und führte die Polizei zu menschlichen Überresten.


ECUADOR

Ausnahmezustand verhängt

Quito - Wegen der seit Tagen andauernden Proteste indigener Gruppen gegen soziale Missstände in Ecuador hat die Regierung in drei Provinzen den Ausnahmezustand verhängt. Während des Ausnahmezustands in den Provinzen Pichincha, Cotopaxi und Imbabura sind größere Versammlungen untersagt. In der Hauptstadt Quito gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre. Seit Beginn der Woche hatten Indigene in dem südamerikanischen Land zahlreiche Landstraßen blockiert. Unter anderem verlangen sie, die Treibstoffpreise einzufrieren und faire Preise für landwirtschaftliche Produkte festzulegen. Präsident Lasso kündigte nun eine Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen an.


USA/NICARAGUA

Neue Sanktionen

Washington - Die US-Regierung verhängt erneut Sanktionen gegen Nicaragua und nimmt ein staatliches Bergbauunternehmen in dem autoritär geführten Land ins Visier. „Nicaragua vertieft zunehmend seine Beziehungen zu Russland, während es dem nicaraguanischen Volk den Rücken zuwendet“, teilte das US-Außenministerium am Freitag mit. Mit der Gründung des Bergbauunternehmens Eniminas habe die Regierung des Landes ihr Engagement im Goldbergbau verstärkt. Von den Gewinnen profitierten auch hochrangige Mitglieder der Regierungspartei. Die US-Regierung belege daher das Unternehmen und den Vorsitzenden des Verwaltungsrats mit Sanktionen. (dpa/wvg)


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