Kontinent in Kürze


PARAGUAY

Flüchtige Deutsche melden sich

Asunción - Nach Beginn einer landesweiten Fahndung wegen Kindesentziehung hat ein mit zwei Töchtern in Paraguay untergetauchtes deutsches Paar nun Kontakt zu den Anwälten der Ex-Partner aufgenommen. „In den vergangenen Tagen gab es mehrere Telefongespräche“, teilten die Anwälte am Montag mit. „Wir suchen nach einer Lösung, um die Kindesentziehung zu beenden.“ Der Vater des einen Mädchens und die Mutter des anderen Mädchens sind in zweiter Ehe miteinander verheiratet und waren im November vergangenen Jahres mit den beiden Kindern ohne die Zustimmung ihrer jeweiligen Ex-Partner nach Paraguay ausgewandert. Offenbar wollten sie verhindern, dass die Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden.


KOLUMBIEN

Hausarrest für den Präsidenten

Ibagué - Ein Regionalgericht in Kolumbien hat Medienberichten zufolge fünf Tage Hausarrest für Staatspräsident Iván Duque angeordnet. Das Gericht von Ibagué belegte Duque zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 15 gesetzlichen Mindestlöhnen, wie unter anderem die Zeitung „El Espectador“ am Samstag berichtete. Demnach sei der Staatschef einem Urteil des Obersten Gerichtshofs nicht nachgekommen, wonach die Regierung eine Garde zum Schutz eines Nationalparks einrichten sollte. Dem TV-Sender Caracol zufolge war mit Tieren und Pflanzen aus dem geschützten und für die Wasserversorgung wichtigen Gebiet des Nationalparks Los Nevados Handel getrieben worden.

BRASILIEN

Tote nach Unwettern

Recife - Die Zahl der Toten bei Erdrutschen nach starkem Regen im Nordosten von Brasilien ist auf mindestens 128 gestiegen. Die letzte Vermisste, eine 43 Jahre alte Frau, sei am Freitag im Großraum Recife gefunden worden, berichteten brasilianische Medien wie das Nachrichtenportal „G1“ und die Zeitung „Folha de S. Paulo“. Demnach stellte die Feuerwehr die Suche nun ein. Mehr als 9000 Menschen suchten dem Zivilschutz zufolge inzwischen Schutz in Aufnahmestellen, mehr als 100.000 kamen bei Freunden oder Familienangehörigen unter. 31 Gemeinden im Bundesstaat Pernambuco befanden sich im Notstand.


KOLUMBIEN

Grubenunglück

Cúcuta - Die Zahl der toten Bergleute nach einem Unglück in einer Kohlegrube im Nordosten des Landes ist auf mindestens elf gestiegen. Insgesamt 14 Personen waren nach einer Explosion in der Mine nahe der Ortschaft El Zulia im Department Norte de Santander in der vergangenen Woche vermisst worden, wie der Zivilschutz des Landes auf Twitter am Montag mitteilte. Nach den übrigen drei Personen wird noch gesucht. Eine Explosion von Methangas und Kohlenstaub habe Erdrutsche und eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid verursacht, gab die kolumbianische Bergbaubehörde zur Unglücksursache inzwischen bekannt. (dpa/mc)


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