Kontinent in Kürze


MEXIKO

Mehr als 100.000 Verschwundene

Mexiko-Stadt - In Mexiko werden inzwischen mehr als 100.000 Menschen vermisst. Die Zahl im Nationalregister verschwundener Personen des mexikanischen Innenministeriums, die ständig aktualisiert wird, überstieg am Montag erstmals diese Marke. Dies spiegelt die Gewalt wider, die das Land im sogenannten Drogenkrieg seit 2006 erlebt. Diesem sind seitdem nach Schätzungen mehr als 350.000 Menschen zum Opfer gefallen. Im vergangenen Jahr gab es in Mexiko im Schnitt 94 Morde pro Tag.


USA / KUBA

Mehr Visa und Reisen

Washington/Havanna - Die US-Regierung lockert ihren Kurs gegenüber Kuba etwas. Das US-Außenministerium kündigte am Montagabend an, unter anderem sollten Konsulardienste und die Visa-Bearbeitung in der US-Botschaft in Havanna wieder hochgefahren werden, um mehr Kubanern die Einreise zu Verwandten in die USA zu ermöglichen. Die bislang geltende Obergrenze für Überweisungen von Geld aus den USA an Verwandte in Kuba werde aufgehoben. Insgesamt sollten wieder etwas mehr Reisen zwischen beiden Ländern ermöglicht werden.


CHILE

Verfassungskonvent

Santiago de Chile - Die Verfassungsgebende Versammlung in Chile hat einen Entwurf für eine neue Verfassung vorgelegt. „Es ist angebracht, den Entwurf an die Harmonisierungskommission zu übergeben, damit diese ihre Arbeit an den vom Konvent gebilligten Inhalten aufnehmen kann“, sagte die Vorsitzende des Verfassungskonvents, María Elisa Quinteros, bei einer Zeremonie in den Ruinen von Huanchaca, wie die chilenische Zeitung „La Tercera“ am Montagabend berichtete. Demnach besteht der vorgelegte Text aus 499 Artikeln, unter denen viele die sozialen Rechte, die Rechte der Indigenen und den Umweltschutz stärken sollen.


CHILE

Journalistin stirbt

Santiago de Chile - Zwölf Tage nach Schüssen auf einer 1. Mai-Demonstration in Santiago de Chile ist eine Journalistin ihren Verletzungen erlegen. Die TV-Reporterin Francisca Sandoval war bei Krawallen am Rande der Demonstration von drei Schüssen im Gesicht getroffen worden. „Francisca ist nicht von uns gegangen. Sie haben sie ermordet“, erklärte der Fernsehsender Señal 3 La Victoria vor wenigen Tagen. (dpa/mc)


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