Kontinent in Kürze


KOLUMBIEN

Drogenboss ausgeliefert

Bogotá - Rund sechs Monate nach seiner Festnahme ist Kolumbiens meistgesuchter Drogenboss und oberster Chef des kolumbianischen Drogenkartells „Clan del Golfo“ (Golf-Clan), Dairo Antonio Úsuga alias Otoniel, an die USA ausgeliefert worden. Dies teilte der kolumbianische Präsident Iván Duque am Mittwoch mit. Otoniel war Ende Oktober nach Angaben von Duque in seinem Dschungel-Versteck in der Region Urabá im Nordwesten des Landes festgenommen und in die Hauptstadt Bogotá gebracht worden. Seitdem war er in Haft.


CHILE

Schüsse bei Mai-Demo

Santiago de Chile - Nach den Schüssen bei einer Demonstration zum 1. Mai in Santiago de Chile und mehreren Verletzten hat der chilenische Präsident Gabriel Boric Konsequenzen angekündigt. „Wir in der Regierung werden alle Mittel zur Verfügung stellen, damit nicht nur die Schuldigen festgenommen werden, sondern auch der Gerechtigkeit Genüge getan wird“, sagte Boric am Sonntagabend. Im Rahmen der Demonstration einer Gewerkschaft im Zentrum der Hauptstadt war es zu Krawallen gekommen. Zwei Personen ausländischer Nationalitäten, die mutmaßlich auf Demonstranten geschossen hatten, wurden festgenommen.

MEXIKO

Hochzeit in Nazi-Kostümen

Tlaxcala - Ein Paar in Mexiko hat nach einem Medienbericht mit Nazi-Uniformen und -Symbolen geheiratet. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum verurteilte dies am Dienstag. „Wir hoffen, dass die mexikanischen Behörden die entsprechenden Maßnahmen ergreifen werden“, hieß es von der Organisation. Die Zeitung „Milenio“ hatte über die kirchliche Trauung des vom Nationalsozialismus begeisterten Beamten Fernando und seiner Frau Josefina am 29. April in Tlaxcala berichtet. Das Datum hatte sich demnach das Paar ausgesucht, weil es sich um den 77. Hochzeitstag von Adolf Hitler und Eva Braun handelte.


ECUADOR

Ausnahmezustand

Guayaquil - Ecuadors Präsident Guillermo Lasso hat wegen der zunehmenden Gewalt an den Ausnahmezustand in drei Provinzen des Landes ausgerufen. Die Maßnahme gilt seit Samstag für die Provinzen Guayas, Manabí und Esmeraldas, wie Lasso auf Twitter schrieb. Er kündigte eine „umfassende koordinierte Aktion“ zwischen der Polizei und den Streitkräften mit insgesamt 9000 Sicherheitskräften in den drei Provinzen an. Zudem gelte in einigen Gemeinden der Küstenregion für 60 Tage eine Ausgangssperre von 23 Uhr bis 5 Uhr. (dpa/mc)


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