Kontinent in Kürze


BRASILIEN

Lula mit früherem Rivalen

São Paulo - Der ehemalige brasilianische Staats-chef Luiz Inácio Lula da Silva will mit seinem früheren Kontrahenten Gerardo Alckmin in den Wahlkampf für eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien im Oktober ziehen. Alckmins Sozialistische Partei schlug diesen als Lulas Vize-Kandidaten vor, wie in einem Video in sozialen Netzwerken am vorigen Freitag zu sehen war. Lula schrieb auf Twitter: „Von nun an heißt es Genosse Alckmin und Genosse Lula.“ Man werde seine Erfahrung und die Alckmins benötigen, um das Land wieder aufzubauen und mit der gesamten brasilianischen Gesellschaft zu sprechen.


MEXIKO

Präsident gewinnt Referendum

Mexiko-Stadt - Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat ein von ihm selbst angestrengtes Referendum über seine Amtsenthebung überstanden. Fast 92 Prozent stimmten für eine Fortsetzung der Amtszeit des Linksnationalisten, wie das Wahlamt am Montag mitteilte. Etwa sechs Prozent votierten für ein vorzeitiges Ende des Mandats. Die Wahlbeteiligung blieb mit gut 17 Prozent allerdings weit hinter dem notwendigen Quorum von 40 Prozent zurück. Das Ergebnis der Abstimmung ist somit nicht bindend.

ECUADOR

Ex-Vizepräsident auf freiem Fuß

Latacunga - Der wegen Korruption verurteilte ehemalige ecuadorianische Vizepräsident Jorge Glas ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Der 52-Jährige verließ nach rund viereinhalb Jahren Haft am Sonntag ein Gefängnis in der Stadt Latacunga und zeigte sich vor Dutzenden jubelnden Anhängern mit einer ecuadorianischen Flagge in der Hand, wie in örtlichen Medien zu sehen war. Am Samstag hatte ein Richter auf Antrag von Glas, wonach seine körperliche und geistige Unversehrtheit gefährdet sei, die Freilassung angeordnet.


BRASILIEN

Indigene demonstrieren

Brasília - Rund 6000 Indigene haben in Brasília gegen die Goldsuche in indigenen Gebieten demonstriert. Im Rahmen der Aktion „Blutgold: Marsch gegen den Goldabbau, der tötet und Wälder abholzt“ zogen sie vor das Bergbau- und Energieministerium der brasilianischen Hauptstadt und schleuderten Schlamm gegen dessen Scheiben, wie das Nachrichtenportal „G1“ am Montag berichtete. (dpa/mc)



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