Kontinent in Kürze


BRASILIEN

Tote bei Einsatz in Favela

Rio de Janeiro - Bei einem Polizeieinsatz in einer Favela in Rio de Janeiro sind nach Angaben der Sicherheitskräfte sechs Kriminelle getötet worden. Weitere vier Kriminelle seien festgenommen sowie sechs Schusswaffen, eine Granate, Autos und Drogen beschlagnahmt worden, teilte die Militärpolizei des gleichnamigen Bundesstaates am Sonntag mit. Der Einsatz im Armenviertel Chapadão im Norden der Metropole habe einer auf Frachtdiebstahl spezialisierten Bande gegolten. In keinem anderen Land der Welt kommen so viele Menschen bei Polizeieinsätzen ums Leben wie in Brasilien.


CHILE

Schusswaffen gestohlen

Santiago de Chile - Aus einem Militärdepot in Chile haben unbekannte Täter über 50 Schusswaffen gestohlen. Bei einem Großteil der 56 entwendeten Waffen handele es sich um Pistolen, berichtete die Zeitung „El Mercurio“ am Montag unter Berufung auf die Polizei. Demnach gaben sich die Täter als Mitarbeiter eines Waffengeschäfts aus, die Schusswaffen aus dem Zentrum für Forschung und Kontrolle der Streitkräfte (IDIC) in der Hauptstadt Santiago de Chile abholen wollten. Dort werden alle neu in das Land gelieferte Waffen registriert. Die Verdächtigen ließen sich den Angaben zufolge die Waffen aushändigen und traten die Flucht an. Später stellten die Soldaten fest, dass das Waffengeschäft niemanden zur Abholung geschickt hatte, und alarmierten die Polizei.

KOLUMBIEN

Schnellboot mit Kokain

San Andrés - Mit Unterstützung des US-Militärs haben kolumbianische Sicherheitskräfte im Karibischen Meer ein Schnellboot mit rund 3,4 Tonnen Kokain an Bord abgefangen. Der Wert der beschlagnahmten Drogen werde auf mehr als 120 Millionen US-Dollar geschätzt, teilte die kolumbianische Marine am Sonntag mit. Flugzeuge der Luftwaffe und der Marine hätten mit Hilfe der US-Streitkräfte das verdächtige Boot geortet. Einer schnellen Eingreiftruppe der Küstenwache sei es nach einer Verfolgungsjagd schließlich gelungen, das Schnellboot rund 120 Seemeilen (gut 220 Kilometer) vor der kolumbianischen Inselgruppe San Andrés und Providencia zu stoppen.


MEXIKO

Neuer Hauptstadtflughafen

Zumpango - In Mexiko ist ein zweiter Hauptstadtflughafen eröffnet worden. Der erste kommerzielle Flieger startete am Montag vom internationalen Flughafen Felipe Ángeles. Bei dessen Bau auf einem Militärstützpunkt rund 50 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt handelte es sich um eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Regierung des populistischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador - neben einer Zugstrecke auf der Halbinsel Yucatán und einer Ölraffinerie. „Mission erfüllt“, verkündete dieser bei einer Pressekonferenz vor Ort.


NICARAGUA

„Diktatur“ angeprangert

Managua - Nicaraguas Botschafter bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Arturo McFields, hat sich überraschend gegen die Regierung seines eigenen Landes gestellt. „Es ist nicht leicht, die Diktatur in meinem Land anzuprangern, aber zu schweigen und das Unhaltbare zu verteidigen, ist unmöglich. Ich muss sprechen, auch wenn ich Angst habe“, sagte McFields am Mittwoch in einer Videoschalte des Permanenten Rats der OAS.

(dpa/mc)


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