Kontinent in Kürze

VENEZUELA / USA

Energiethemen

Caracas/Washington - Die USA und Venezuela haben vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine über Energiethemen gesprochen. Hochrangige Vertreter der US-Regierung seien in den südamerikanischen Krisenstaat gereist, sagte Jen Psaki, Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, am Montag in Washington. Zum Ergebnis der Gespräche in der Hauptstadt Caracas gab es zunächst keine Angaben. Die USA haben angekündigt, wegen des Angriffs auf die Ukraine den Import von russischem Öl zu verbieten. Eine Alternative wäre das ebenfalls rohstoffreiche Venezuela.


KOLUMBIEN

Guerrilla kündigt Waffenruhe an

Bogotá - Vor der Parlamentswahl in Kolumbien hat die linke Guerrillaorganisation ELN eine einseitige Waffenruhe rund um die Abstimmung angekündigt. Zwischen dem 10. und dem 15. März wollen die Rebellen auf militärische Aktionen verzichten, wie die Führung der ELN am Freitag mitteilte. Am Sonntag wählen die Kolumbianer die Parlamentarier in der Abgeordnetenkammer und im Senat. "Das ist eine Geste an Kolumbien, mit der wir unseren Einsatz für eine politische Lösung und den Wandel bekräftigen", hieß es in der Mitteilung.


MEXIKO

Festnahmen nach Ausschreitungen

Querétaro - Nach Krawallen mit 26 Verletzten bei einem mexikanischen Fußballspiel sind zehn Männer festgenommen worden. 16 weitere Verdächtige würden noch gesucht, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Querétaro am Dienstag mit. Gegen die Festgenommenen seien Haftbefehle wegen des Verdachts auf versuchten Mord, Gewalt bei einer Sportveranstaltung und Befürwortung von Straftaten vollstreckt worden. Zur Identifizierung der Verdächtigen wurden den Angaben zufolge 583 Bilder, 78 Videos und mehr als 1000 Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet. 21 Wohnungen wurden durchsucht.

HAITI

Flüchtlinge aufgegriffen

Miami - Vor der Küste des US-Bundesstaats Florida sind 356 Flüchtlinge aus Haiti von einem gestrandeten Schiff aufgegriffen worden. 158 von ihnen seien am Sonntag trotz rauen Seegangs von Bord gesprungen und hätten so versucht, ans Ufer zu schwimmen, teilte die US-Behörde für Zoll- und Grenzschutz am Montag mit. Sie seien aus dem Wasser gerettet, medizinisch versorgt und anschließend vom US-Grenzschutz in Gewahrsam genommen worden. Es würden Abschiebeverfahren vorbereitet. Die anderen 198 Migranten seien von der US-Küstenwache von Bord gebracht worden. Sie sollen auch nach Haiti zurückgebracht werden. In Haiti herrschen bittere Armut, Bandengewalt und politisches Chaos.


MEXIKO

"Raus aus der Ukraine"

San Cristóbal de las Casas - Die mexikanischen Zapatisten haben Russlands Militär zum Rückzug aus der Ukraine aufgefordert. "Russische Armee, raus aus der Ukraine", hieß es in einer Mitteilung der Rebellengruppe vom Freitag. Die linke indigene Guerilla aus dem südlichen Bundesstaat Chiapas stellte sich auf die Seite der Kriegsgegner in beiden Ländern. "Weder (Wolodymyr) Selenskyj noch (Wladimir) Putin. Stoppt den Krieg", schrieben die Guerilleros weiter. Gewinner des Krieges seien nur Waffenkonzerne und große Kapitalgesellschaften, hieß es in dem Text mit dem Titel "Nach der Schlacht wird es keinerlei Landschaft geben" weitere.


BRASILIEN

Rio schafft Maskenpflicht ab

Rio de Janeiro - Bewohner und Besucher der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro müssen künftig keine Schutzmasken gegen das Coronavirus mehr tragen. Dies geht aus einem Dekret von Bürgermeister Eduardo Paes hervor, das in einer Extra-Ausgabe des Amtsblatts Rios am Montag veröffentlicht wurde. Paes schrieb auf Twitter, dies sei auf Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses der Stadt geschehen. Ein Impfnachweis, der vielerorts für den Besuch von öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen fast selbstverständlich verlangt wird, bleibt weiter bestehen.

MEXIKO

Migranten aus Lkw gerettet

Monclova - Mitarbeiter der mexikanischen Einwanderungsbehörde haben an der Grenze zu den USA 64 Menschen aus Nicaragua, Honduras, Guatemala und Kuba aus einem verlassenen Lastwagen gerettet. 14 Migranten aus dem Anhänger des Lkw wurden vor allem wegen starker Dehydrierung ins Krankenhaus gebracht, wie die Einwanderungsbehörde am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Eine nicaraguanische Migrantin starb, nachdem sie gerettet worden war und ihr ungeborenes Kind verloren hatte. Die Migranten waren zusammengepfercht, ohne Wasser oder Belüftung und bei großer Hitze in dem Lkw unterwegs gewesen. Immer wieder werden in Mexiko Migranten aus Lastwagen gerettet.


BRASILIEN

Humanitäre Visa für Ukrainer

Brasília - Brasilien wird Menschen aus der Ukraine nach dem russischen Angriff humanitäre Visa erteilen. Ein entsprechender Erlass, den der brasilianische Außenminister Carlos França und Justizminister Anderson Torres unterzeichnet hatten, wurde vor wenigen Tagen im Amtsblatt der Regierung veröffentlicht. Demnach können ukrainische Staatsbürger, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, nach einem 180-Tage-Visum eine zeitlich befristete Aufenthaltsgenehmigung beantragen.


MEXIKO

Randale am Frauentag

Monterrey - Teilnehmende eines Protestzugs am Internationalen Frauentag haben im nordmexikanischen Monterrey Feuer am Regierungspalast gelegt. Auf Videos in sozialen Medien war zu sehen, wie Teilnehmerinnen am Dienstagabend unter Jubel und Schreien der Umstehenden den Eingang des Gebäudes in Brand setzten. Flammen loderten am Boden der Tür und angrenzenden Fenstern auf.


MEXIKO

Keine Waffen für Ukraine

Mexiko-Stadt - Mexiko hat eine Bitte ukrainischer Parlamentarier nach Waffenlieferungen abgelehnt. "Wir schicken keine Waffen irgendwohin. Wir sind Pazifisten", sagte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador am vorigen Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Das Gesuch der Abgeordneten aus Kiew war am Vortag von der ukrainischen Botschafterin in Mexiko an mexikanische Senatoren übergeben worden. Die mexikanische Regierung verurteilte die russische Invasion in die Ukraine, betonte aber, dass sie nicht im Alleingang Sanktionen gegen Russland verhängen wolle. (dpa/mc)


4 visualizaciones