Kontinent in Kürze

BRASILIEN

Bolsonaro straft Vize ab

Brasília - Nach dessen Äußerungen zur russischen Invasion in die Ukraine hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Vize-Präsident Hamilton Mourão die Zuständigkeit abgesprochen, über die Angelegenheit zu sprechen. "Um das klarzustellen: Artikel 84 besagt, dass die Person, die über dieses Thema spricht, der Präsident ist. Und der Präsident heißt Jair Messias Bolsonaro. Punkt", sagte Bolsonaro in einer Übertragung in sozialen Medien am Donnerstag mit Außenminister Carlos França. Mourão hatte die Invasion Russlands in die Ukraine verurteilt.


DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Russen und Ukrainer gestrandet

Santo Domingo - Fast 17.000 Touristen aus Russland und der Ukraine sitzen offenbar in der Dominikanischen Republik fest, weshalb ihnen der Karibikstaat nun Unterkünfte zur Verfügung stellen will. Ihnen werde das Aufenthaltsrecht in einer Unterkunft garantiert, "bis eine endgültige Lösung für ihre Situation angesichts des Konflikts in ihren Ländern gefunden ist", teilte das Tourismusministerium des Inselstaates am Mittwoch mit. Eine entsprechende Vereinbarung hätten die Regierung und der Hotel- und Gaststättenverband Asonahores sowie Hotelvertreter getroffen.

VENEZUELA

Weiter mit Russland

Caracas - Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die Sanktionen gegen Russland wegen seiner Invasion in die Ukraine verurteilt und Moskau erneut seine Unterstützung ausgesprochen. Venezuela werde die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland auf allen Ebenen aufrechterhalten, sagte der autoritär regierende Präsident des südamerikanischen Krisenstaats einem Tweet am Mittwochabend zufolge.


KOLUMBIEN

Tote nach Explosion

Tasco - Die Zahl der Toten nach einer Explosion in einem kolumbianischen Kohlebergwerk ist auf 15 gestiegen. Die Such- und Rettungsarbeiten in Tasco seien beendet, hieß es in einem Tweet der Bergbaubehörde Kolumbiens am Montagabend. Zunächt war von mindestens zehn Toten die Rede gewesen, nach fünf weiteren wurde noch gesucht. Der kolumbianischen Zeitung "El Espectador" zufolge gehörten fünf der Toten einer Familie an. Eine mögliche Ursache für die Explosion am Samstagabend in dem Bergwerk La Chapa in der zentralkolumbianischen Gemeinde Tasco war laut örtlichen Medien, dass Methangas sich entzündet hatte.

KOLUMBIEN

Militär tötet Farc-Dissidenten

Puerto Rondón - Bei einem Militäreinsatz im Osten Kolumbiens nahe der Grenze zu Venezuela sind 23 Guerillakämpfer ums Leben gekommen. Unter den Getöteten Farc-Dissidenten seien die beiden Anführer alias "Arturo" und alias "Ernesto", deren Organisation im Department Arauca Verbrechen begehe, hieß es in einem Tweet des kolumbianischen Verteidigungsministeriums vor wenigen Tagen. Fünf weitere Kriminelle seien festgenommen worden.


MEXIKO

Journalist getötet

Empalme - Wieder ist in Mexiko ein Journalist getötet worden - der bereits sechste in diesem Jahr. Jorge Camero, der das Nachrichtenportal "El Informativo" auf Facebook betrieb, wurde am Donnerstag in einem Fitnessstudio in der nordwestlichen Stadt Empalme erschossen, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Sonora am Freitag auf Twitter mitteilte. Camero hatte auch als Sekretär für den Bürgermeister von Empalme gearbeitet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er gut zwei Wochen zuvor gekündigt, nachdem er in einem Video beschuldigt worden war, Verbindungen zu einer kriminellen Gruppe zu haben. (dpa/mc)


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