Kontinent in Kürze

CHILE

Jones Huala flüchtig

Der zuletzt im chilenischen Temuco inhaftierte Anführer der umstrittenen Aktivistengruppe „Resistencia Ancestral Mapuche“ (RAM), Facundo Jones Huala, ist nach chilenischen Behördenangaben derzeit flüchtig. Jones Huala wurde im Januar zunächst unter Auflagen aus der Haft entlassen, hätte jedoch nach einem Urteil des chilenischen Obersten Gerichtshofs vom Dienstag in die Haft zurückkehren müssen. Der in Bariloche geborene Mapuche-Aktivist war wegen Brandstiftung und illegalen Waffenbesitzes in Chile zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Nachdem er im Januar wegen guter Führung auf Bewährung freigelassen worden war, bemühte er sich, nach Argentinien zurückzukehren. Seit Mittwoch gilt sein Aufenthaltsort als unbekannt. Die „Resistencia Ancestral Mapuche“ setzt sich in Argentinien und Chile für die Rückgabe der ehemaligen Mapuche-Gebiete an die indigene Bevölkerung ein. Der undurchsichtigen Gruppe wird eine Vielzahl an Sabotageakten vorgeworfen, darunter zahlreiche Brandstiftungen.


HONDURAS

Ex-Präsident festgenommen

Tegucigalpa - Wenige Wochen nach Ende seiner Amtszeit ist Juan Orlando Hernández, der ehemalige Präsident von Honduras, nach einem Auslieferungsantrag der USA festgenommen worden. Fernsehbilder zeigten, wie der konservative Politiker sich am Dienstag vor seinem Zuhause in der Hauptstadt Tegucigalpa den dort versammelten Sicherheitskräften stellte. Hernández wurden Hand- und Fußschellen sowie eine kugelsichere Weste angelegt. Dem 53-Jährigen werden Korruption und eine Verwicklung in den Drogenhandel vorgeworfen. Seine Festnahme war nach einer Mitteilung der Polizei mit der US-Antidrogenbehörde DEA abgesprochen.

CHILE

Ausnahmezustand

Santiago de Chile - Chile hat nach dem gewaltsamen Tod eines Lkw-Fahrers den Ausnahmezustand über mehrere Provinzen im Norden des südamerikanischen Landes verhängt. Dies ging aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung am Dienstag hervor. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um Straßen besser zu schützen - eine der Forderungen von Lastwagenfahrern, die nach dem Tod des Truckers mehrere Routen blockiert hatten.


BRASILIEN

Mindestens 58 Tote durch heftigen Regen bei Rio

Petrópolis (dpa) - Nach Erdrutschen und Überschwemmungen in Folge von heftigem Regen ist die Zahl der Toten in der Bergregion von Rio de Janeiro auf mindestens 58 gestiegen. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung von Petrópolis und die Feuerwehr. Die Zahl der Toten könne noch höher sein, zitierte die Nachrichtenagentur Agência Brasil den Bürgermeister von Petrópolis, Rubens Bomtempo. Die Zahl der Verschütteten war zunächst nicht bekannt. Insgesamt 21 Personen wurden lebend gerettet. Mindestens 80 Häuser wurden laut Berichten von einer Schlammlawine erfasst, mehr als 300 Personen mussten demnach ihre Häuser verlassen. (dpa/wvg/mc)


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