• Argentinisches Tageblatt

Kontinent in Kürze

Vom 17.4. bis 24.4.

BRASILIEN

Gesundheitsminister gefeuert

Rio de Janeiro - Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen. Dies gab Mandetta selbst auf Twitter vor wenigen Tagen bekannt. „Ich habe von Präsident Jair Bolsonaro gerade die Mitteilung über meine Entlassung gehört“, schrieb er nach einem Treffen mit Bolsonaro am Regierungssitz in Brasília. „ Bolsonaro und Mandetta hatten unterschiedliche Auffassungen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Präsident verharmloste das Coronavirus als „gripezinha“, löste Massenansammlungen aus und rief zur Rückkehr zur Normalität auf. Der Gesundheitsminister vertrat Einschränkungen des öffentlichen Lebens und soziale Distanzierung. Nachfolger ist der Krebsarzt Nelson Teich.

CHILE / DEUTSCHLAND

Geld für Sektenopfer

Santiago de Chile/Berlin - Zehn Jahre nach dem Tod des deutschen Sektenführers Paul Schäfer haben erste Opfer der Colonia Dignidad in Chile eine finanzielle Entschädigung für ihr jahrzehntelanges Leid erhalten. „Die ersten Direktzahlungen sind jetzt vor wenigen Tagen an die Opfer gegangen“, sagte der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand, der Deutschen Presse-Agentur. Rund 20 Betroffene in Chile und Deutschland hätten die Hilfsleistungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro bereits erhalten. Bis Ende des Jahres soll das Geld an alle etwa 200 Opfer geflossen sein.

BRASILIEN

Militärintervention gefordert

Brasília - Im Konflikt um den richtigen Umgang mit dem Coronavirus sind in Brasilien zahlreiche Regierungsanhänger auf die Straße gegangen und haben ein Eingreifen der Streitkräfte gefordert. Die Proteste am Sonntag in der Hauptstadt Brasília richteten sich gegen die von mehreren Provinzgouverneuren verhängten Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen zur Eindämmung der Pandemie. „Jeder in Brasilien muss verstehen, dass er sich dem Willen des brasilianischen Volkes zu unterwerfen hat“, rief der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro seinen Anhängern von der Ladefläche eines Geländewagens aus zu.

MEXIKO

Gewaltwelle

Mexiko-Stadt - Selbst die Corona-Pandemie kann die Welle der Gewalt in Mexiko nicht stoppen. Zwar verteilten Mitglieder von Drogenkartellen laut Medienberichten zuletzt Lebensmittel an Bedürftige, doch das Morden geht weiter. „Wir kümmern uns um das Coronavirus, aber leider haben wir immer noch das Problem mit den Morden“, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Montag. „Noch nicht mal in dieser Situation des Coronavirus geben sie Ruhe. Also erzählt mir nicht, dass ihr Lebensmittel verteilt. Nein, hört lieber auf mit der Gewalt.“ Vorläufigen Daten zufolge war der März der bislang blutigste Monat in der Amtszeit von López Obrador. Die Sicherheitsbehörden eröffneten 2585 Mordermittlungen.

MEXIKO

Freilassung von Migranten

Mexiko-Stadt - Ein Gericht in Mexiko hat wegen der Corona-Pandemie die sofortige Freilassung von älteren, kranken und anderweitig besonders gefährdeten Migranten aus Auffanglagern angeordnet. Sie müssten vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen und Zugang zur Gesundheitsvorsorge bekommen, entschied ein Bundesrichter in Mexiko-Stadt am vorigen Freitag. Er ordnete unter anderem auch an, dass in den staatlichen Lagern Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ergriffen und die Bewohner auf Symptome untersucht werden. Es war zunächst unklar, wie viele Menschen von dem Urteil betroffen waren. (dpa/mc)

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