• Argentinisches Tageblatt

Kontinent in Kürze

Vom 3.4. bis 9.4.

URUGUAY

Corona auf Kreuzfahrtschiff

Montevideo - Auf einem vor Uruguay festliegenden Kreuzfahrtschiff sind fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Am Mittwoch brachte die uruguayische Marine ein australisches Ehepaar im Alter von 59 und 60 Jahren an Land. Insgesamt wurden damit acht Menschen von der „Greg Mortimer“ in Krankenhäuser von Uruguays Hauptstadt Montevideo verlegt. Die übrigen der 128 positiv getesteten Menschen zeigten derzeit keine Symptome. Auf dem Schiff befanden sich ursprünglich etwa 217 Menschen, die meisten Passagiere stammen aus Australien und Neuseeland. Die „Greg Mortimer“ selbst habe nicht in Uruguay anlegen dürfen, hieß es in Medienberichten. Die Reederei Aurora charterte eigenen Angaben zufolge ein mit medizinischem Gerät ausgerüstetes Flugzeug, um die Passagiere aus Australien und Neuseeland zurückzufliegen.

MEXIKO

Berichte: Gangster verteilen Essen

Mexiko-Stadt - Mutmaßliche Mitglieder von Drogenkartellen haben in Mexiko nach Medienberichten Hilfspakete mit Lebensmitteln an Bedürftige verteilt. Die Zeitung „Reforma“ berichtete am Montag unter Berufung auf offizielle Quellen, die Vorfälle in den Bundesstaaten Tamaulipas und Michoacán würden untersucht. „El Blog del Narco“, ein Nachrichtenportal über das organisierte Verbrechen, veröffentlichte Fotos aus sozialen Medien von Kisten in Ciudad Victoria, der Hauptstadt des nordöstlichen Tamaulipas. Diese waren unter anderem mit Öl, Zucker und Dosennahrung gefüllt. Darauf sind Aufkleber mit dem Namen des Cártel del Golfo (Golf-Kartell) zu sehen. Im zentralmexikanischen Michoacán hingegen reklamierte die Bande Los Viagras Berichten zufolge die Hilfslieferungen für sich.

KUBA

Stadtteil abgeriegelt

Havanna - Kuba hat einen bei Touristen beliebten Teil der Innenstadt Havannas wegen der Corona-Pandemie abgeriegelt. Damit solle die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus angehalten werden, berichtete das Staatsfernsehen am Freitag unter Berufung auf die Regierung. Im Stadtteil „El Carmelo“ hätten sich besonders viele Menschen durch Kontakt mit Ausländern oder mit Kubanern, die im Ausland gewesen seien, angesteckt. Die rund 27.000 Bewohner der Gegend dürfen diese ab der Nacht zum Samstag vorerst nicht mehr verlassen. Rein und raus kommt den Angaben zufolge nur, wer unerlässliche Dienste zu verrichten hat und nachweisen kann, nicht mit dem Virus infiziert zu sein. In „El Carmelo“, das zum Stadtteil El Vedado gehört, gibt es viele der Privatunterkünfte, in denen Touristen häufig in Kuba unterkommen. Zu dem Viertel gehört auch der Malecón - die Flaniermeile am Wasser.

ECUADOR

Leichen auf den Straßen

Guayaquil - Nach Berichten über Leichen in den Straßen der Wirtschaftsmetropole Guayaquil hat sich die Interamerikanische Menschenrechtskommission (Cidh) besorgt über den Umgang Ecuadors mit der Corona-Pandemie gezeigt. Zuletzt waren Tote in Guayaquil tagelang in Wohnungen liegen geblieben, die Leichenhallen der Krankenhäuser waren überfüllt und selbst auf den Straßen der Hafenstadt wurden Leichen abgelegt. Wegen der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in dem südamerikanischen Land kamen die Bestattungsunternehmen mit der Arbeit kaum hinterher. Experten rechnen damit, dass in den kommenden Monaten allein in Guayaquil 2500 bis 3500 Menschen an Covid-19 sterben könnten. „Mit tiefer Sorge beobachten wir die Schwierigkeiten beim Abtransport und der Beisetzung von Menschen, die während der Covid-19-Pandemie in Guayaquil gestorben sind“, teilte die Kommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) am Freitag mit.

BRASILIEN

Landgrenzen dicht

Rio de Janeiro - Brasilien hält wegen der Coronavirus-Pandemie seine Landgrenzen weiter geschlossen. Die brasilianische Regierung erließ am vorigen Donnerstag einen entsprechenden Erlass. Demnach dürfen Ausländer weitere 30 Tage nicht mehr einreisen. Ausgenommen sind etwa Frachttransporte und humanitäre Aktionen. Am 19. März hatte die Regierung die Landgrenzen zu insgesamt acht Nachbarstaaten geschlossen und die Einreise von Ausländern, die nicht ständig in Brasilien leben, auf dem Landweg für 15 Tage verboten. Inzwischen sind alle Grenzen geschlossen. (dpa/mc)

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Von Christian Böhmer

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