• Argentinisches Tageblatt

In Freiheit vereint

Actualizado: 22 de abr de 2019

Berlin und Buenos Aires feiern 25 Jahre Städtepartnerschaft

Von Alexander Gerst

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zum Jubiläum der Städtepartnerschaft in Buenos Aires. (Foto: dpa)

Buenos Aires (AT/ag/dpa) - Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft der beiden Hauptstädte sprach Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zusammen mit Kulturminister Enrique Avogadro vor Journalisten, Kulturschaffenden und Angehörigen der deutschen Botschaft im Kulturzentrum Carlos Gardel in Chacarita.

Dessen Fassade wurde passend zum Anlass neugestaltet: Eine deutsch-argentinische Künstlerproduktion ließ den Berliner Bären in Buenos Aires erscheinen, gleich neben dem Hashtag #FreiheitBerlinBuenosAires, der unterstreichen soll, dass die beiden Städte für freie Lebensweise, Kunst-, Kultur- und Pressefreiheit einstehen. Das Wandbild symbolisiere, laut Avogadro, das experimentelle Berlin auf der einen Seite und mit Buenos Aires auf der anderen Seite eine Stadt, in der „das Neue, aber auch das Andere, Seite an Seite zusammenleben“.

Für Bürgermeister Müller war auch klar, dass nicht nur kultureller, sondern politischer Erfahrungsaustausch vonnöten seien, um die Kooperation der beiden Städte zu vertiefen. „Die Freiheit“, so Müller, sei „das verbindende Element zwischen Berlin und Buenos Aires“, und beide Städte hätten ähnliche Herausforderungen zu bewältigen. So sei die Nachnutzung des Olympischen Dorfs zu Wohnzwecken in Buenos Aires ein Punkt, von dem das wohnungsnotgeplagte Berlin von der argentinischen Hauptstadt lernen könne, so Müller gegenüber dem Tageblatt.

Auch beim Thema Arbeitsmigration sei Buenos Aires ein interessanter Partner. Denn die historisch gewachsene Migrations- und Integrationstradition Argentiniens könne für Berlin angesichts der dort derzeitig zu bewältigenden Aufgaben ein inspirierendes Beispiel sein.

Während seines Aufenthalts besuchte Müller auch das jüdische Forschungsinstitut IWO und zeigte sich beeindruckt von der Geschichte des jüdischen Erbes in und jüdischer Immigration nach Buenos Aires, die auch in engem Zusammenhang mit der deutschen Geschichte steht. Umso wichtiger sei es laut Müller, Toleranz für die Vielfältigkeit zu erhalten. Insbesondere deshalb müsse man sich entschlossen den Stimmen in der Welt entgegenstellen, die sich gegen Freiheit und Gleichberechtigung aussprechen.

Während seines Besuchs in Buenos Aires nahm Müller auch am Culture Summit des internationalen Städtenetzes United Cities and Local Governments (UCLG) teil. Dabei betonte er die Schlüsselrolle der Kultur im Stadtleben hervor. Die Stärkung der kulturellen Szene belebe die gesamte Stadtentwicklung, sagte Müller. „Die Kultur führt uns zusammen und gibt uns immer wieder die Chance, miteinander in Dialog zu treten, auch mit anderen Städten, mit anderen Regionen.


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