• Argentinisches Tageblatt

Gestiegene Beschäftigung mit mehr Schwarzarbeit


Das INDEC hat den Bericht über Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im 1. Quartal 2019 veröffentlicht. Von insgesamt 20,68 Mio. Beschäftigten entfielen 10,71 Mio. auf formell im privaten und öffentlichen Bereich Beschäftigte, was 105.000 weniger als vor einem Jahr darstellt. Nur 52,8% der Beschäftigten befanden sich im legalen System. Das ist sehr wenig, und zeigt, dass vieles bei der Arbeitsgesetzgebung nicht in Ordnung ist. Würde die Schwarzarbeit intensiv kontrolliert, dann wäre die Arbeitslosigkeit viel höher und läge wohl zwischen 15% und 20%.

Zu den legal Beschäftigten kommen 4,78 Mio. nicht registrierte Arbeiter hinzu, was 115.000 mehr als vor einem Jahr darstellt. Und schließlich muss man noch 5,18 Mio. selbstständig Tätige hinzuzählen, 176.000 mehr als vor einem Jahr. Von dieser letzten Gruppe arbeitet etwa die Hälfte schwarz und zum Teil halbschwarz, so dass die Schwarzarbeit insgesamt zwischen 8 und 10 Mio. Menschen liegt.

Die Gesamtbeschäftigung hat somit per Saldo in einem Jahr zum März 2019 um 186.000 Menschen zugenommen, aber mit mehr Schwarzarbeitern, die jetzt bis zu 48% der Beschäftigten ausmachen.

Von den nicht eingetragenen Arbeitnehmern entfallen 1,22 Mio. auf Haushaltspersonal, 648.000 auf den Handel, 484.000 auf die Bautätigkeit, 492.000 auf die Landwirtschaft, 295.000 auf private Gesundheitsdienste, 295.000 auf Transport und Fernverbindungen und 230.000 auf Hotels und Restaurants. Beim Haushaltspersonal arbeitet 70% schwarz, und bei der Landwirtschaft 58%. Diese Statistik zeigt, dass die Rezession dazu geführt hat, dass viele, die ihren formellen Arbeitsplatz verloren haben, auf Schwarzarbeit übergegangen sind, um überleben zu können. Gewiss ist es viel besser, dass diese Menschen auf diese Weise ein Einkommen erhalten, als dass sie arbeitslos sind und keines haben. Aber diese hohe Schwarzwirtschaft schafft für die Unternehmen, die legal tätig sind, einen unlauteren Wettbewerb und zwingt viele, um zu überleben, auch zumindest zum Teil auf Schwarzwirtschaft überzugehen. Es besteht hier eine instabile Lage, die eine gesetzliche Lösung erfordert, einmal um den Übergang von schwarz auf weiß möglich zu machen, und dann, um den Unternehmen, die diesen Sprung unternehmen, zu erlauben, auch innerhalb der Legalität zu bestehen.

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