Geschäftsnachrichten

YPF Luz

Diese Tochtergesellschaft des staatlich kontrollierten Erdölunternehmens YPF, hat die Errichtung eines Solarparks in Baucheta, Provinz San Juan, angekündigt. Es handelt sich um eine Investition von u$s 90 Mio. und die Anlage, die auf einem Gelände von 10.000 ha errichtet wird, soll eine Kapazität von 100 MW haben, die den Stromkonsum von 65.000 Haushalten deckt. Der Bau der ersten Etappe soll Anfang 2022 beginnen und im Februar 2023 beendet sein. San Juan ist die Provinz mit den meisten Sonnenanlagen für Stromerzeugung. Es sind insgesamt 15, mit zusammen 300 MW. Weitere Projekte sind schon zugeteilt, aber nicht begonnen worden.


Vicentin

Das Vergleichsverfahren, das bei diesem großen Exporteur von Getreide, Ölsaat und Sojaprodukten seit über anderthalb Jahren läuft, steht kurz vor dem Ende. Nachdem sich die Firmen Molinos Agro, Viterra (ehemals Glencore), und der Genossenschaftsverband ACA bereit erklärten, das notwendige Kapital beizusteuern und faktisch das Unternehmen zu übernehmen, hat die Firma Vicentin den Gläubigern die Zahlung ihrer Forderung in Raten, in Dollar, und mit einem Abschlag von 70% angeboten. Nur wenn das Angebot angenommen wird, übernehmen die genannten Firmen Vicentin. Ohne diese Übernahme droht der Konkurs (“quiebra”) und die Gläubiger laufen praktisch leer aus. Sie sind somit faktisch gezwungen, das Angebot anzunehmen. Die Zahlung von 30% der Forderung erfolgt mit monatlichen Zahlungen von u$s 20.000 an jeden Einzelnen der 1.727 Gläubiger. Wie die Schuld gegenüber der Banco Nación (dem bei weitem größten Gläubiger) geregelt wird, wurde vorerst nicht mitgeteilt. Das Konkursgesetz von 1994 erlaubt eine unterschiedliche Behandlung der Gläubiger. Die neuen Besitzer verpflichten sich zu einem sofortigen Beitrag von u$s 300 Mio. für Arbeitskapital und u$s 420 Mio. für Zahlung von Schulden. Richter Fabián Lorenzini, der für das Vergleichsverfahren von Vicentin zuständig ist, hat die Firmenleitung gleich nach diesem Vorschlag an die Gläubiger angewiesen, ihn zu verbessern, was unterschwellig bedeutet, dass mehr gezahlt werden soll. Auch weist der Richter auf die Sicherung der versprochenen Zahlungen hin. Es ist jedoch fraglich, ob der Richter befugt ist, über die Offerte zu urteilen. Den Gläubigern steht es zu, die Offerte anzunehmen, abzuweisen oder über eine Änderung zu verhandeln. Andererseits hat Claudio Lozano, Direktor der Banco Nación, erklärt, die Bank, der Vicentin an die u$s 300 Mio. schuldet, werde den Vorschlag nicht annehmen. Hier kann demnach noch eine Verhandlungsrunde erwartet werden. Doch die schlechteste Alternative für die Banco Nación wäre der Konkurs (quiebra) von Vicentin, mit Liquidierung der einzelnen Aktiven.


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